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Deutscher Rekord auch in Badehose wieder möglich

Berlin (dpa). Als sich die deutsche Elite um die Final-Teilnahmen mühte, hockte Yannick Lebherz entspannt in der Berliner Schwimmhalle. Das konnte der 22-Jährige auch sein, schließlich hatte er sich das WM-Ticket als erster deutscher Schwimmer gleich zum Auftakt der nationalen Titelkämpfe gesichert.

Auf die Hundertstelsekunde hatte der Darmstädter über 400 Meter Lagen die Normzeit von 4:14,02 Minuten erreicht, seinen zwei Jahre alten deutschen Rekord verbessert und belegt nun Platz acht der Weltrangliste. „Die Zeit ist schon hervorragend“, sagte Lebherz, der bei der WM im Juli in Shanghai die Top 10 anvisiert. „Das wäre schon eine sehr gute Leistung.“ Sehr gut zeigte er sich auch am Dienstag beim ersten deutschen Rekord seit Verbot der Hightech-Anzüge Ende 2009 auf einer olympischen Einzelstrecke. Über 400 Meter Lagen ist Lebherz, dessen Vater Thomas einst EM-Gold gewann, national seit 2008 ungeschlagen.

International ist er mit seiner Zeit noch lange nicht Spitze, auch wenn er mit Gold bei der Kurzbahn-EM 2010 über 200 Meter Rücken zumindest aufhorchen ließ. Über diese Strecke will der unter Ex-Weltmeister Jörg Hoffmann in Potsdam trainierende Lebherz den vierten DM-Titel in Serie. Für die WM-Norm wäre Bestzeit nötig, aber das Ticket für Shanghai hat er ja eh schon in der Tasche.