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Deutschland-Achter verpasst Sieg im Kanal

Deutschland-Achter verpasst Sieg im Kanal

Der Deutschland-Achter hat zwei Wochen vor den Ruder-Europameisterschaften in Portugal einen Dämpfer erhalten.

Beim 10. Hanse-Cup musste sich der Weltmeister einem gemischten britischen Achter um die Olympiasieger im Vierer ohne Steuermann Andrew Triggs Hodge und Peter Reed geschlagen geben. In 36:45,93 Minuten sicherten sich die Briten beim härtesten Langstrecken-Rudern der Welt auf dem Nord-Ostsee-Kanal den Sieg über die 12,7 Kilometer-Distanz. Der legendäre Klassiker zwischen den englischen Universitäten Cambridge und Oxford auf der Londoner Themse führt nur über 6,78 Kilometer.

Mit rund 20 Sekunden Rückstand kam der Deutschland-Achter, der bereits siebenmal auf der meist befahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt triumphiert hatte, ins Ziel. Dritter wurde Weltcupsieger Großbritannien I vor dem deutschen U-23-Achter und den USA.

„Die Briten waren einfach stärker“, sagte Bundestrainer Ralf Holtmeyer, der daraus aber keine Rückschlüsse auf die bevorstehenden Saisonhöhepunkte ableiten wollte. „Wir kommen mehr über die Schnelligkeit und weniger über die Ausdauer. Bei der EM und der WM werden 2000 Meter gefahren, das liegt uns mehr.“

Holtmeyer hatte kurzfristig noch eine Umbesetzung im Boot aus dem Stützpunkt in Dortmund vorgenommen. Für Sebastian Schmidt (Mainz) war Gregor Hauffe (Leverkusen) auf die Schlagposition gerückt. Hauffe hatte bereits 2008 das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) zum Sieg beim Hanse-Cup geführt. „Dass wir verloren haben, hatte aber nichts mit der Umbesetzung zu tun“, sagte Holtmeyer.

Der Deutschland-Achter, seit zwei Jahren auf Regatten ungeschlagen, erwischte zwar den besseren Start, musste nach einem Viertel der Strecke aber das britische Boot vorbeiziehen lassen. Im Kampf um die Ideallinie kam es zu einer Berührung der Ruderblätter. „Das hat uns aus dem Rhythmus gebracht und es hat lange gedauert, bis wir ihn wieder hatten. Das war nicht ganz fair von den Briten“, sagte der Berliner Steuermann Martin Sauer.

Von Beginn an chancenlos war der deutsche U-23-Achter bei seiner Premiere auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Schon kurz nach dem Start kam es zu einer Kollision mit dem Achter der USA, infolge dessen ein deutscher Ruderer seinen Riemen kurzfristig verlor.