DM-Modus: Biedermann wünscht sich „Runden Tisch“

DM-Modus: Biedermann wünscht sich „Runden Tisch“

Doppel-Weltmeister Paul Biedermann hat auf der Suche nach einem „athletenfreundlicheren“ Modus der deutschen Schwimm-Meisterschaften mehr Einbeziehung der Sportler gefordert.

„Das kann nur funktionieren, wenn man einen Runden Tisch macht und nicht von oben herab bestimmt“, sagte der 24-Jährige in Berlin. Biedermann wünscht sich bei den nationalen Wettkämpfen, wo die WM-Tickets vergeben werden, eine Anlehnung der Abläufe an das Programm bei internationalen Titelkämpfen, damit man die „Belastung nachspielen“ könne. „Das wäre der richtigere Weg und dem Athleten fairer gegenüber“, meinte der Sportler aus Halle/Saale.

Leistungssportdirektor Lutz Buschkow kann die Athleten-Klagen nachvollziehen, aber begründete den Zeitplan bei den nationalen Titelkämpfen mit den Wünschen des Fernsehens. Das TV wünsche sich „kurze, knackige Wettkämpfe“ an einem Wochenende. Daher sei immer ein Kompromiss zu finden, der beiden Seiten gerecht werde, damit man eben auch auf dem Bildschirm zu sehen sei.

Biedermann beklagt bei den deutschen Meisterschaften in Berlin die langen Pausen zwischen seinen Läufen. Einige Sportler hatten das moniert, andere wiederum nutzten dies, um schon in den Vorläufen die WM-Norm zu schwimmen. „Jetzt hat es keinen Sinn mehr, sich darüber aufzuregen. Aber für die Zukunft hat Paul ja Anregungen gegeben“, sagte der mehrmalige Kurzbahn-Europameister Steffen Deibler.