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Doping: Schwimm-Weltverband sperrt acht Athleten

Doping: Schwimm-Weltverband sperrt acht Athleten

Dem Schwimm-Weltverband FINA und seinen Fahndern sind gleich acht Dopingsünder ins Netz gegangen. Der Prominenteste ist Albert Subirats aus Venezuela.

Der Kurzbahn-Weltmeister von 2010 wurde wegen drei verpasster Kontrollen innerhalb von 18 Monaten bis zum 6. Mai 2012 gesperrt. Dies teilte die FINA auf ihrer Internetseite mit. Insgesamt erhielten drei Schwimmer, vier Wasserballer und ein Wasserspringer Doping-Sperren.

Subirats, der 24 Jahre alte Kurzbahn-Weltmeister über 50 Meter Schmetterling, beteuerte bei einer FINA-Anhörung, dass er seine jeweiligen Aufenthaltsorte stets fristgerecht seinem nationalen Verband gemeldet hat. Dieser habe sie der FINA aber offenbar nicht übermittelt. Nach den Vorschriften der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA gilt dies nicht als Entschuldigung. Sollte die Sperre Bestand haben, wird der Südamerikaner nicht nur die WM im kommenden Monat in Shanghai verpassen, sondern auch die Olympischen Spiele 2012 in London.

Der brasilianische Schwimm-Verband hat die 36 Jahre alte Fabiola Molina wegen der Einnahme des verbotenen Stimulanzmittels Methylhexaneamin für zwei Monate - rückwirkend vom 8. Mai an - gesperrt. Für Brasiliens Schwimmsport ist dies bereits der vierte Dopingfall in den vergangenen 18 Monaten. Molina kann bei der WM nicht starten.

Ebenfalls die WM und Olympia verpassen wird der 27 Jahre alte Australier James Stanton. Der Keeper des Wasserball-Nationalteams wurde bei einer Trainingskontrolle im Oktober 2010 der Einnahme des Kälbermastmittels Clenbuterol überführt und für zwei Jahre gesperrt. London wären für ihn seine dritten Spiele gewesen.

Weiterhin wurden die ungarischen Wasserballer Zsolt Lotter und Adam Malari (jeweils zwei Jahre) und Alex Gabriel Popoviciu (Rumänien/drei Monate) suspendiert. Die kasachische Schwimmerin Xenia Atamanskaja wurde für zwei Jahre, US-Wasserspringer Harrison Jones für ein Jahr gesperrt.