Drei deutsche Ruder-Teams kämpfen um Olympia-Tickets

Drei deutsche Ruder-Teams kämpfen um Olympia-Tickets

Drei deutsche Ruder-Teams kämpfen von Sonntag an um ihre finale Chance auf einen Start bei den Olympischen Spielen.

Nach dem mäßigen Abschneiden im vorigen Jahr bei der WM in Bled müssen Frauen-Achter, Zweier ohne Steuerfrau und leichter Frauen-Doppelzweier auf der Qualifikationsregatta vom 20. bis 22. Mai in Luzern erneut ihr Glück versuchen. Die restlichen elf Boote des Deutschen Ruderverbandes (DRV) haben ihr London-Ticket bereits sicher. „Diese Rennen, in denen es um alles oder nichts geht, haben ihre eigenen Gesetze“, sagte DRV-Cheftrainer Hartmut Buschbacher.

Vor der vermeintlich leichtesten Aufgabe steht der Frauen-Achter. Schließlich gehen in dieser Bootsklasse nur fünf Nationen an den Start. „Ich glaube fest daran, dass wir es schaffen“, sagte Steuerfrau Laura Schwensen. Wie in allen anderen Rennen werden zwei weitere Olympiaplätze vergeben. Kerstin Hartmann/Marlene Sinnig im ungesteuerten Zweier und Lena Müller/Anja Noske im leichten Doppelzweier haben es schwerer. Für diese Rennen haben neun und zwölf Boote gemeldet.

Auf dem Rotsee findet wenige Tage später auch der zweite Weltcup statt. Das Traditionsrennen mit allen wichtigen Ruder-Nationen gilt als Gradmesser für London. Dabei will der Deutschland-Achter seine seit Peking 2008 anhaltende Siegesserie fortsetzen. Zudem steht Marcel Hacker im Fokus: Der ehemalige Einer-Weltmeister aus Frankfurt/Main muss sich nach schwachem Saisonstart gegen die nationale Konkurrenz durchsetzen. Ansonsten droht das Olympia-Aus.

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