Tischtennis-WM: Erfolg im Akkord: Boll siegt im Einzel und Doppel

Tischtennis-WM : Erfolg im Akkord: Boll siegt im Einzel und Doppel

Timo Boll hat den anstrengendsten Tag bei der Tischtennis-WM erfolgreich hinter sich gebracht.

Der 38 Jahre alte Europameister spielte sich in Budapest durch zwei Runden im Einzel und zog zwischendurch mit seinem Freund Patrick Franziska auch schon in das Achtelfinale des Doppel-Wettbewerbs ein.

Dort gelten der Weltranglisten-Fünfte und der Weltranglisten-18. als größte deutsche Medaillenhoffnung bei dieser WM, auch weil sie nach ihrem klaren 4:0-Sieg gegen die Ägypter Mohamed El-Beiali und Ahmed Saleh am Mittwoch nicht die gegen an Nummer eins gesetzten Masataka Morizono und Yuya Oshima spielen müssen. Die beiden Japaner verloren mit 3:4 gegen Tristan Flore und Emmanuel Lebesson aus Frankreich.

„Das Ausscheiden der Japaner heißt nicht, dass wir jetzt im Achtelfinale ein Freilos haben. Im Gegenteil: Flore und Lebesson sind auch nicht viel schlechter. Das Match ist absolut offen“, sagte Boll.

Im Einzel hatte er in der zweiten Runde gegen Lubomir Pistej aus der Slowakei (4:0) weniger Mühe als zum Auftakt gegen den kampfstarken Kroaten Andrej Gacina (4:2). „Der Respekt war groß. Ich habe auch schon einige Male gegen ihn verloren“, sagte Boll über Gacina und erinnerte an seine Form- und Verletzungsprobleme im Vorfeld der WM: „Ich muss mir das Selbstvertrauen auch erst einmal holen.“ Nächster Gegner am Mittwoch ist wenigstens im Einzel der Japaner Morizono.

Die beiden anderen deutschen Stars folgten Boll in die Runde der besten 32. Dimitrij Ovtcharov gewann erst gegen Michael Tauber aus Isreal (4:0) und dann am späten Abend gegen Deni Kozul aus Slowenien (4:2). Der Weltranglisten-Zwölfte trifft jetzt auf den Kroaten Tomislav Pucar, der in der ersten Runde gegen Bastian Steger gewann.

Auch Patrick Franziska setzte sich trotz der Mehrfachbelastung durch Doppel und Mixed gegen den Ungarn Tamas Lakatos (4:0) sowie den Düsseldorfer Bundesliga-Profi Anton Källberg aus Schweden (4:2) durch und muss jetzt gegen den starken Südkoreaner Lee Sangsu spielen.

Bei den deutschen Frauen hat am Dienstag dagegen nur das Doppel Sabine Winter und Chantal Mantz die zweite Runde überstanden. Die Europameisterinnen Kristin Lang und Nina Mittelham schieden in diesem Wettbewerb aus, und auch für die deutsche Meisterin Mittelham und Europas Top-16-Siegerin Petrissa Solja war im Einzel gegen zwei Top-Spielerinnen aus Taiwan vorzeitig Schluss. „Als Trainerin bin ich natürlich nicht zufrieden, dass wir im Einzel nicht unter den besten 32 vertreten sind“, sagte Bundestrainerin Jie Schöpp.

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