Erster Härtetest für deutsche Ruderer in Belgrad

Erster Härtetest für deutsche Ruderer in Belgrad

Ohne Marcel Hacker, aber mit neuformiertem Achter starten die deutschen Ruderer in die internationale Regattasaison. Der Weltcup-Auftakt am Wochenende in Belgrad gilt als erste wichtige Standortbestimmung im Olympia-Jahr.

„Nach dem langen Wintertraining und unserer Selektion in den Kleinbooten werden wir nun sehen, wo wir international stehen. Der Weg bis London 2012 ist in 91 Tagen zu Ende, dann geht es um olympische Medaillen“, sagte Cheftrainer Hartmut Buschbacher.

Anders als in den meisten anderen olympischen Bootsklassen ist die Besetzung im Einer noch offen. Nach seinem enttäuschenden Auftritt Mitte April beim Frühjahrstest in Köln muss Hacker um das Ticket für London bangen. Der ehemalige Skiff-Weltmeister wird nach Absprache mit Buschbacher erst beim zweiten Weltcup in drei Wochen auf dem Rotsee in Luzern an den Start gehen. Bleibt Hacker dabei erneut hinter den Erwartungen zurück, könnte sein Traum von seiner vierten Olympia-Teilnahme platzen. In Belgrad wird Karsten Brodowski (Berlin) die deutschen Farben im Einer vertreten.

43 Nationen haben für die Regatta in Serbien gemeldet. Der Deutsche Ruderverband (DRV) ist mit 14 Mannschaften vertreten. Größter Anwärter auf den Sieg ist der Achter. Die Crew um Neuling Filip Adamski (Mannheim) und Schlagmann Kristof Wilke (Radolfzell) duelliert sich gleich im ersten wichtigen Saisonrennen mit dem vermeintlich größten Olympia-Rivalen Großbritannien. Beim WM-Sieg der Deutschen vor einem Jahr in Bled waren die Briten als Zweite ins Ziel gekommen.