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Frodenos doppeltes Pech in Hamburg - Rank Vierter

Frodenos doppeltes Pech in Hamburg - Rank Vierter

Die deutschen Triathleten haben beim WM-Rennen in Hamburg eine durchwachsene Generalprobe für die Olympia-Qualifikation in drei Wochen in London erlebt.

Während der Australier Brad Kahlefeldt erstmals in der Hansestadt triumphierte, sorgte die zweite Garde der Deutschen Triathlon Union (DTU) für die besten Ergebnisse.

Der Rostocker Sebastian Rank schaffte mit Platz vier im vierten von sieben Rennen der diesjährigen World Championship Series das beste deutsche Saisonresultat. Der Saarbrücker Jonathan Zipf kam als Neunter ebenfalls noch unter die besten Zehn. Maik Petzold aus Bautzen fiel auf der Laufstrecke zurück und wurde nur 24..

Doppeltes Pech hatte Olympiasieger Jan Frodeno: Erst verlor er die Badekappe beim Wechsel vom Schwimmen zum Rad und wurde mit einer Zeitstrafe von 15 Sekunden belegt. Dann ereilte ihn in der letzten Runde auf dem Rad ein Defekt, nachdem er bis dahin vorne mitmischte.

Vor 200 000 Zuschauern gab Frodeno aber nicht auf. Als er seinen Reifen gewechselt hatte, nahm er die Verfolgung auf und stieg als Letzter mit einem Rückstand von 2:19 Minuten auf die Spitze vom Rad und in die Laufschuhe - und wurde am meisten bejubelt. „Mir ist ein Metallstück ins Rad gekommen“, erklärte der 29-Jährige den Raddefekt und nahm das Missgeschick mit Humor. „Beim ganzen Pech kam noch ein Unglück dazu“, sagte er und schmunzelte. Immerhin wurde er 43..

Ebenfalls keinen guten Tag erwischte Daniel Unger (Bad Saulgau), der 2007 in Hamburg Weltmeister geworden war. Er gab beim Radfahren auf. „Wir müssen jetzt darüber sprechen, dass er erst einmal eine Auszeit nimmt“, meinte DTU-Sportdirektor Wolfgang Thiel.

Thiel und seine Athleten hatten Hamburg als Standortbestimmung für die Olympia-Qualifikation in drei Wochen in London gewertet. Positiv fiel diese für Rank und Zipf aus. Der 25-jährige Rank hängte im Schlussspurt sogar Weltmeister und Vorjahressieger Javier Gomez aus Spanien ab. „Es ist schwer, jetzt irgendwelche Tendenzen für London abzulesen. Ich habe das Ergebnis heute so nicht erwartet“, meinte Rank, der zuversichtlich Anfang August in die Olympia-Stadt 2012 fährt. „Ich mag das Rennen in London, und das Datum passt auch.“

Kahlefeldt war aber auch für ihn beim Rennen um die Alster unerreichbar. Der Australier ließ nach 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen dem Briten William Clarke und dem Franzosen David Hauss keine Chance und sicherte sich in Abwesenheit der in diesem Jahr dominierenden Brüder Alistair und Jonathan Brownlee erstmals den Sieg bei seinem neunten Start in Hamburg. „Es ist ein Traum wahr geworden“, sagte er. Erster der Gesamtwertung ist nun Javier Gomez nach seinem sechsten Platz.