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Golf-Masters in Augusta
Woods mit Schwierigkeiten - Kaymer bricht spät ein

Tiger Woods
Tiger Woods
Augusta/Köln. Tagelang hatte die "Tigermania" den Augusta National Golf Club fest im Griff, zum Auftakt lieferte der Superstar dann aber nur biedere Durchschnittsware. Der Deutsche Martin Kaymer erlebte eine Achterbahnfahrt.

Der mit großen Ambitionen gestartete Tiger Woods muss sich nach einem durchwachsenen Start beim 82. US Masters deutlich steigern. Der 14-malige Major-Sieger spielte auf der ersten Runde am Donnerstag eine 73, er lag damit einen Schlag über Par und sieben hinter der Spitze.

Die beiden deutschen Golfprofis Martin Kaymer und Bernhard Langer sorgten zum Auftakt für keine großen Schlagzeilen. Das deutsche Duo spielte auf dem Par-72-Kurs des Augusta National Golf Club jeweils eine 74er-Runde. Mit zwei Schlägen über dem Platzstandard befinden sich Kaymer und Langer (beide +2) aktuell auf dem geteilten 42. Platz.

Der 33-jährige Kaymer, der im vergangenen Jahr mit einem geteilten 16. Platz das beste Masters-Ergebnis seiner Karriere feierte, war trotz zweier Bogeys auf den beiden letzten Löchern mit seinem Start zufrieden.

"Generell habe ich den Score gut zusammengehalten. Ich habe mich gut zurückgekämpft aber es war ein bisschen schade mit den beiden Bogeys auf der 17 und 18. Es war ein "okay" Auftritt für die erste Runde", sagte der zweifache Major-Gewinner im Anschluss. "Es hätte auch ein oder zwei unter Par heute werden können, aber ich habe einige Putts daneben gemacht".

Der 60-jährige Langer, der das Traditionsturnier bereits zweimal in seiner Karriere gewinnen konnte, beendete seine Auftaktrunde ebenfalls mit einem Bogey auf der 18. Der Rückstand der beiden auf den aktuell führenden Jordan Spieth (-6) beträgt acht Schläge.

Der 24-jährige Texaner, der sich 2015 nach seinem Masters-Triumph das Grüne Jackett überstreifen durfte, erreichte nach 66 Schlägen das Clubhaus. Zum Ausruhen hat der Weltranglisten-Vierte allerdings keine Zeit. "Ich weiß, vielleicht sogar besser als jeder andere, dass auf dem Augusta National alles passieren kann", sagte Spieth.

Garcia kämpft mit dem Wasser

Eine wirklich historische Schmach hielt die erste Runde indes für Vorjahressieger Sergio Garcia bereit. Der Spanier benötigte an Loch 15 gleich 13 Schläge, fünfmal landet sein Ball dabei im Wasser, Garcia lag hier acht über Par. Das war beim Masters an diesem Loch noch nie jemandem passiert.

Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht allerdings Tiger Woods. Der 42-Jährige war schon im Training mit Standing Ovations bedacht worden, die Fans glauben an ein erfolgreiches Masters-Comeback des einstigen Ausnahmegolfers. Dabei hatte Woods noch vor einigen Monaten am Scheideweg gestanden, ein Karriere-Ende des langjährigen Branchenführers schien nicht unwahrscheinlich. Sein letztes Major hatte er im August 2015 bestritten, bei der PGA Championship scheiterte er am Cut.

Doch im April 2017 brachte die vierte Rückenoperation endlich den gewünschten Erfolg. Und dann erlebte Woods einen Aufschwung, der ihn nun pünktlich zum ersten und prestigeträchtigsten Major-Turnier der Saison sogar wieder in den Kreis der Favoriten führte. Der ewige Woods beherrschte die Schlagzeilen, er selbst bezeichnete sich angesichts des Comebacks als "wandelndes Wunder".

Die erste Ernüchterung kehrte am Donnerstag allerdings recht schnell ein. Am dritten Loch schien Woods mit seinem ersten Schlaggewinn in Schwung zu kommen, doch gleich im Anschluss erlaubte er sich Bogeys an den Löchern vier und fünf. An der Elf folgte der nächste Schlagverlust, an Loch zwölf landete der Abschlag im Wasser - ein weiteres Bogey für Woods. Mit Birdies an der 14 und der 16 rettete der Amerikaner allerdings seine Runde einigermaßen.

Für Kaymer war der Auftakt eine Achterbahnfahrt. Drei Bogeys und nur ein Birdie auf den ersten neun Löchern ließen Schlimmes erahnen, dann drehte der frühere Weltranglistenerste mit Birdies an den Löchern 10, 12 und 15 auf - nur um sich mit zwei Schlagverlusten zum Rundenende um den Lohn der Arbeit zu bringen.

(sid/dpa)