Hockey-Herren verlieren Prestige-Duell und bangen

Hockey-Herren verlieren Prestige-Duell und bangen

Nach dem bitteren Rückschlag im Prestige-Duell mit „Oranje“ müssen die deutschen Hockey-Herren bei der Champions Trophy in Neuseeland um den Einzug in die Top-4-Runde bangen.

In der Nacht zu Montag verlor der Europameister in Auckland sein zweites Gruppenspiel mit 2:3 (2:2) gegen die Niederlande, gegen die das deutsche Team seit 2004 kein Trophy-Match mehr gewonnen hat. „Eine ganze Reihe von Spielern hat nicht am Limit gespielt“, analysierte Bundestrainer Markus Weise die Niederlage. Diese kam allerdings recht unglücklich zustande, denn der entscheidende Treffer durch Rogier Hofman fiel erst vier Minuten vor Schluss, als kaum einer mehr damit rechnete.

Damit standen die erfolgverwöhnten DHB-Herren im abschließenden Gruppenspiel an diesem Dienstag (2.05 Uhr/MEZ) gegen Südkorea unter Siegzwang. Die bisher punktlosen Asiaten verloren klar mit 1:6 gegen Neuseeland, das den Deutschen zum Auftakt mit 1:2 unterlegen war. Die besten Zwei der beiden Vierer-Gruppen gelangen in die Medaillenrunde.

„In der ersten Halbzeit waren wir besser, konnten aber keinen Vorteil herausspielen“, meinte Weise rückblickend zum Holland-Spiel. Beim Aufeinandertreffen der EM-Finalisten war der DHB-Gegner bei strahlendem Sonnenschein durch Billy Bakker (12. Minute) in Führung gegangen, ehe Tobias Matania (16.) mit einem argentinischen Rückhandschuss ausglich. Für den 21 Jahre alten Mülheimer war es das erste Tor im zweiten Trophy-Spiel seiner Karriere.

Der Kölner Christoph Menke (21.) erzielte kurz darauf nach guter Vorarbeit von Thilo Stralkowski sogar die deutsche Führung. Doch die hielt nicht bis zur Halbzeitpause, da sich Torwart Max Weinhold von Jeroen Hertzberger (32.) beim Ausgleich tunneln ließ.

„Wir sind in der zweiten Halbzeit Opfer unseres hohen Spielanspruchs geworden“, befand Weise, dessen Team nach dem Wiederanpfiff keinen Torschuss verzeichnete und sich zudem über die gesamten 70 Minuten keine einzige Strafecke erarbeitete. „Wir hatten zu viele Ballverluste, waren zu anfällig in der Kontersicherung und in der Rückwärtsbewegung. Gedanklich und körperlich waren wir zum Teil zu weit hinterher“, monierte der Bundestrainer.

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