Kampfrichter streng mit Wasserspringer Hausding

Kampfrichter streng mit Wasserspringer Hausding

Als fairer Sportsmann gratulierte Patrick Hausding dem neuen Europameister und wollte sich nicht über die Noten der Kampfrichter beschweren. „Matthieu ist ein würdiger Europameister, er hat sich toll entwickelt“, sagte der 23-Jährige Berliner über Rosset.

Hauchdünn sahen die Wertungsrichter den Franzosen bei der Europameisterschaft vom Drei-Meter-Brett vorn. Nur ein halber Punkt mehr bei einem der sechs Sprünge hätte Hausding den dritten EM-Titel in Serie gebracht.

Seine jahrelang demonstrierte Klasse war in Eindhoven bei Hausdings erstem Wettkampf kein Vorteil. Streng ahndeten die Richter eine kleine Unsauberkeit bei der Auerbachschraube, Rosset hingegen erhielt stets Höchstwerte und erstmals bei einem großen Wettkampf sogar die Traumnote zehn. „Das hat mich auch ein wenig überrascht“, sagte der erste französische Europameister seit 65 Jahren.

Trotzdem sieht sich Hausding nach seiner 15. Medaille und der bislang höchsten international erreichten Punktzahl auf dem richtigen Weg nach London. Die deutsche Olympia-Qualifikation nächste Woche in Berlin dürfte für ihn nur Formsache sein. Danach soll der gehockte viereinhalbfache Salto vorwärts ins Programm eingebaut werden, um die Kampfrichter zu überzeugen - wenn die lädierten Knie mitmachen.

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