Kristof Wilke: „Unglaubliche Power im Boot“

Kristof Wilke: „Unglaubliche Power im Boot“

Fragen an Kristof Wilke, Schlagmann aus dem Deutschland-Achter, nach dem WM-Sieg in Bled.

War es im WM-Finale wirklich so leicht, die Konkurrenz in Schach zu halten, wie es aussah? Immerhin betrug der Vorsprung auf die Briten am Ende fast eine Bootslänge ...

Kristof Wilke: „Ich war auch überrascht. Wir sind kein optimales, aber ein sehr konzentriertes Rennen gefahren. Der Vorsprung von über zwei Sekunden auf die Briten ist beachtlich. Das war eine echte Duftmarke, wir haben unglaubliche Power im Boot.“

Welchen Stellenwert hat dieser dritte Titel im Vergleich zu den WM-Erfolgen in den beiden vorigen Jahren?

Kristof Wilke: „Einen höheren. Schließlich befinden wir uns in einem vorolympischen Jahr. Mit diesem Leistungsniveau hätten wir unserem WM-Team von 2009 mindestens eine Länge abgenommen. Aber wir haben nur eine WM und nicht die Olympischen Spiele gewonnen. Es gilt nun, dieses Niveau bis London 2012 zu halten.“

Sie waren einer derjenigen, die vor drei Jahren beim Schiffbruch von Peking dabei waren. Seither hat der Achter kein Rennen mehr verloren: Treibt Sie die Aussicht auf eine Rehabilitierung in London an?

Kristof Wilke: „Mit dieser Geschichte habe ich eigentlich längst abgeschlossen. Damals war ich unerfahren. Und wer weiß: Vielleicht hilft mir die mittlerweile größere Erfahrung, es im kommenden Jahr besser zu machen. Ich weiß jetzt, was bei Olympia abgeht.“

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