Bleibt der Wanderpokal?

Als Titelverteidiger bei Damen und Herren tritt der Turngau Mosel am 29. August beim Gaupokalwettkampf des Turnverbands Mittelrhein in Bernkastel-Kues an. Für die Leichtathleten des SFG Bernkastel-Kues ist der Wettkampf ein Test vor den Deutschen Meisterschaften.

Bernkastel-Kues. (teu) Es ist eine schwer zu durchschauende Konstellation: Der Turnverband Mittelrhein vergibt in zehn Tagen in Bernkastel-Kues einen Wanderpokal in der Leichtathletik. Dabei gibt es doch einen eigenen Leichtathletik-Verband! Grund ist eine historisch entstandene Situation: In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren die Grenzen zwischen manchen Sportarten und -verbänden fließend - auch für die Athleten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg einigten sich der Deutsche Turner-Bund (DTB) und der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) darauf, dass beispielsweise die deutschen Meister im Hammerwurf unter dem Dach des DLV, die im Schleuderballwurf unter dem des DTB ermittelt wurden. Übrig geblieben sind diverse Mehrkämpfe.

Ein solcher Vierkampf aus Sprint, Weitsprung, Kugelstoßen und Schleuderballwurf ist Grundlage des Gaupokal-Wettkampfes, der am 29. August zum 18. Mal ausgetragen wird. Jeder sogenannte Gau (zu vergleichen mit Landkreisen) stellt ein Damen- und ein Herren-Team, in dem fünf Altersklassen vertreten sein müssen. Als Titelverteidiger geht sowohl bei Damen als auch bei den Herren der Turngau Mosel an den Start. Die Wettkämpfe beginnen um 11 Uhr.