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Hochschulmeisterin aus Manderscheid

Hochschulmeisterin aus Manderscheid

Der Wechsel von Leverkusen nach Tübingen und in die Trainingsgruppe von Dieter Baumann hat sich für Kerstin Marxen gelohnt: Die 24-Jährige aus Manderscheid wurde am Mittwochabend deutsche Hochschulhallenmeisterin über 800 Meter.

Frankfurt. Der Titel, nicht die Zeit war für Kerstin Marxen bei der Hochschul-Hallen-DM entscheidend: "Es war ein Rennen, das ich hinten raus gelaufen bin", erzählt die Pharmazie-Studentin. Zwar habe sie nicht gewusst, wie stark Sandra Keil (Nürnberg) im Endspurt war, aber darauf ließ es die Manderscheiderin, die viele Jahre für den TSV Bayer 04 Leverkusen startete und seit dem Jahreswechsel das Trikot des LAV Asics Tübingen überstreift, ankommen. In 2:09,11 Minuten setzte sich Marxen am Ende recht deutlich gegen Keil (2:10,49) durch.

"800 Meter sind meine Lieblingsstrecke"



Ende des Monats möchte Marxen bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Karlsruhe ins 800-Meter-Finale vorstoßen. Die 24-Jährige freut sich, dass Olympiasieger Dieter Baumann, der sie in Tübingen trainiert, ebenfalls diese Mitteldistanz favorisiert. "800 Meter sind meine Lieblingsstrecke", sagt Marxen.

Wie Marxen ebenfalls zufrieden war auch Martin Wallebohr mit seinem Abschneiden in Frankfurt am Main. "Es war ein gutes Rennen und ein gutes Feld. Ich bin fast jeden Kilometer in 2:55 Minuten gelaufen", erzählt der 26-Jährige von der LG Vulkaneifel.

Über 3000 Meter belegte Wallebohr in 8:43,74 Minuten den sechsten Platz. Es siegte Christian Glatting (Bochum) in 8:26,69 Minuten.

Bei seiner wahrscheinlich letzten Hochschul-DM (Wallebohr hat sein Studium der Medientechnik abgeschlossen), passierte Wallebohr allerdings ein Malheur: Eine halbe Stunde nach dem 3000-Meter-Rennen verlor er als erster Läufer der Staffel der TU Ilmenau im Startgetümmel das Staffelholz. "Wir sind nicht in Bahnen gestartet und es wurde kräftig rumgeschubst", erklärt er. Doch Wallebohr gab nicht auf, hob das Staffelholz auf und rannte dem Feld hinterher.

Wallebohr hat Spaß trotz Staffel-Malheur



Der Spaß stand beim Teamwettbewerb (800 Meter, 200 Meter, 200 Meter, 400 Meter) für seine bunt zusammengewürfelte Mannschaft sowieso im Vordergrund. Dass das Quartett, zu dem neben Wallebohr Christoph Preuß, Daniel Laqua und Thomas Just gehörten, in 3:51,49 Minuten den fünften und letzten Platz belegte, war nur ein kleiner Wermutstropfen.