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Maike Hausberger überzeugt bei Handicap-Meisterschaften

Maike Hausberger überzeugt bei Handicap-Meisterschaften

Ein knapper Dreikampf-Erfolg nach Punkten, zwei deutsche Rekorde und die Hoffnung auf die Teilnahme an der Weltmeisterschaft hat Maike Hausberger von den deutschen Handicap-Meisterschaften mitgebracht.

(teu) Mit ihren Leistungen über 400 Meter und 800 Meter ist Maike Hausberger ganz vorne mit dabei. 1:13,04 Minuten über die Stadionrunde und 2:51,09 Minuten auf der doppelten Distanz bedeuteten bei den nationalen Titelkämpfen des deutschen Behindertensportverbands nicht nur den Sieg, sondern auch deutschen Rekord. Über 400 Meter verbesserte Hausberger die elf Jahre alte Bestmarke der Erfurterin Isabelle Forder (1:17,18 Minuten) gleich um mehr als vier Sekunden. Über 800 Meter war es ihre eigene Bestmarke von 2:52,78 Minuten (aufgestellt im vergangenen Jahr in Sindelfingen), die die 15-Jährige vom Post-SV Telekom Trier verbesserte.

Die Rekordflut bedeutet für Hausberger aber nicht automatisch, dass die Realschülerin aus Butzweiler (Kreis Trier-Saarburg) an den Weltmeisterschaften im Januar in Neuseeland teilnehmen kann. Das Problem: In ihrer Wettkampfklasse T/F37 wurden in den vergangenen Jahren, so auch bei den Paralympics in Peking, nur die Strecken bis 200 Meter gelaufen. Der Trost: Auch auf dieser Distanz hat das Mädchen, das seit seiner Geburt an halbseitigen Lähmungserscheinungen leidet, bereits internationales Niveau erreicht.

Das gilt auch für den Dreikampf. Im Vielseitigkeitstest aus 100-Meter-Sprint (16,18 Sekunden), Weitsprung (3,71 Meter) und Ballwurf (26 Meter) setzte sich Hausberger mit 1934 Punkten und 14 Punkten Vorsprung durch.