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Radcliffe: Pechvogel und Olympia-Hoffnung

Radcliffe: Pechvogel und Olympia-Hoffnung

Ein halbes Jahr vor den Olympischen Spielen ist Englands Sportidol Paula Radcliffe geradezu paranoid. Im Höhen-Trainingslager in Kenia wachte sie plötzlich mit einem brennenden Insektenstich am Po auf und ließ sich umgehend ins Krankenhaus fahren.

„Weil's das olympische Jahr ist, dreht man einfach durch“, sagt die 38 Jahre alte Marathon-Weltrekordlerin. Aber Radcliffe ist nun einmal ein ausgesprochener Pechvogel, besonders wenn es um Olympia geht. In Radcliffes dicker Krankenakte stehen so kuriose Verletzungen wie Hunde- und Spinnenbisse. Einmal wurde die zweifache Mutter von einem Kind mit dem Fahrrad angefahren. Nachdem sie in Athen 2004 als klare Gold-Favoritin den Marathon wegen Magenproblemen hatte abbrechen müssen, zog sie aus Großbritannien nach Monaco, auch, weil ihr die Niederlage vor den Landsleuten peinlich war.

Bei ihren fünften Spielen in der Heimat soll für die Frau mit dem Kopfschüttel-Laufstil nun das Happy End her: „Wenn man an eine Medaille denkt, dann denkt man an Gold.“ Am 5. August will sie als Erste an jubelnden Massen vorbei auf den Buckingham-Palast zulaufen und im Ziel im St. James's Park den Sieg feiern.