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Vier Medaillen für DLV - Lebid verpasst 10. Titel

Vier Medaillen für DLV - Lebid verpasst 10. Titel

Mit Silber und dreimal Bronze haben die deutschen Läuferinnen bei der Cross-EM im slowenischen Velenje für einen glänzenden Leichtathletik-Tag gesorgt, Dauerbrenner Sergej Lebid blieb bei der Jagd nach seinem zehnten Titel dagegen auf der Strecke.

Die deutsche 1500-Meter-Meisterin Corinna Harrer aus Regensburg wurde in der U23-Konkurrenz Dritte und legte damit die Basis für den ausgezeichneten Silberrang in der Teamwertung.

Das U20-Juniorinnen-Team landete ebenso auf dem dritten Platz wie das Frauen-Quartett um Marathon-Spezialistin Sabrina Mockenhaupt von der LG Sieg. Das Frauen-Rennen über 8,2 Kilometer gewann die Irin Fionnuala Britton; beste DLV-Läuferin war Simret Restle-Apel (Kassel) als Neunte. Auf der 4-km-Strecke kam die Frankfurterin Gesa Felicitas Krause als Neunte vor ihren U20-Teamkolleginnen Maya Rehberg (Rönnau) und Elena Burkard (Nordschwarzwald) ins Ziel.

„Silber, Bronze und jetzt wieder Bronze. Die dritte Medaille in Serie für die U23-Mannschaft, das ist schon eine systematische Sache. Das Abschneiden ist ein Zeichen dafür, dass der Lauf noch lebt“, sagte Lutz Zauber, Disziplintrainer im Deutschen Leichtathletik- Verband (DLV), der Nachrichtenagentur dpa. „Die Plätze neun bis elf für Gesa, Maya und Elena sind ein Traum.“

„Mir hat heute etwas der unbedingte Antrieb, der letzte Biss gefehlt“, gab Gesa Felicitas Krause zu. Die junge Hessin war im Sommer bei der Leichtathletik-WM in Daegu/Südkorea als Neunte über 3000 Meter Hindernis über sich hinausgewachsen. „Da sprechen jetzt einige von einer Enttäuschung - das ist Quatsch. Platz neun für Gesa ist ein super Ergebnis nach dieser kräftezehrenden Saison“, lobte Nachwuchscoach Zauber.

Für Titelverteidiger Lebid erfüllte sich der Gold-Traum diesmal nicht. Der schon 36 Jahre alte Ukrainer gab bei seinem 18. EM-Start auf der vorletzten Runde auf. Neuer Europameister wurde der Belgier Atelaw Bekele, der nach 9,87 Kilometern in 29:15 Minuten mit deutlichem Vorsprung ins Ziel kam. Zweiter wurde der Spanier Ayad Lamdassem (29:20) vor dem Portugiesen José Rocha (29:21). Bester DLV-Athlet war der Kieler Steffen Uliczka - im Vorjahr noch Zwölfter - in 30:16 Minuten auf dem 34. Platz.