Magere Ausbeute für Slalom-Kanuten bei Weltcup

La Seu d'Urgell (dpa) · Die deutschen Slalom-Kanuten haben beim Weltcup im spanischen La Seu d'Urgell fast auf der ganzen Linie enttäuscht. Als bester deutscher Einzel-Starter kam Hannes Aigner (Augsburg) im Kajak-Einer auf den fünften Platz.

„Das ist mein zweiter Weltcup, da kann ich schon sehr zufrieden sein“, sagte der erst 21 Jahre alte Aigner. Der Augsburger Sideris Tasiadis wurde im Canadier-Einer nach einer umstrittenen Kampfrichter-Entscheidung Sechster.

Kajak-Olympiasieger Alexander Grimm kam wie schon bei der WM im vergangenen Jahr nicht mit dem Pyrenäen-Kurs zurecht und scheiterte im Halbfinale. Immerhin durfte sich der Augsburger über die Qualifikation für die WM freuen, die er im Duell mit dem Wiesbadener Tim Maxeiner für sich entschied. „Die knappen Entscheidungen bei den Kajak-Herren werden zum Lotteriespiel, die wenigsten sind hier konstant in den Finals vertreten“, sagte Cheftrainer Michael Trummer zum mäßigen Abschneiden seiner Athleten.

Den einzigen Podestplatz für den Deutschen Kanu-Verband (DKV) gab es im Canadier-Zweier. Dort landeten die früheren Weltmeister Marcus Becker und Stefan Henze (Halle/Saale) auf dem dritten Platz. Bei den Kajak-Frauen gab es besonders lange Gesichter: Alle fünf deutschen Frauen verpassten das Finale und konnten so nicht in die Entscheidung um die Podestplätze eingreifen.