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Fünf Schläge hintereinander ins Wasser
Sergio Garcia erlebt beim Masters sein "Waterloo"

Sergio Garcia schaut leidend seinem Schlag hinterher.
Sergio Garcia schaut leidend seinem Schlag hinterher.
Augusta. Was für ein Debakel für den Titelverteidiger: Beim US-Masters in Augusta geht Golf-Profi Sergio Garcia förmlich baden. Gleich fünf Mal hintereinander landen die Schläge des Spaniers im Wasser. Den erneuten Triumph kann Garcia sich schon nach dem ersten Tag abschminken.

Das Unglück nahm an Loch 15 seinen Lauf. Immer wieder musste Garcia mitansehen, wie der Ball erst auf dem Grün landete, dann aber auf dem abschüssigen Gelände Fahrt aufnahm und ins Wasser rollte. Die Schläge ähnelten sich so sehr, dass so mancher TV-Zuschauer an eine Wiederholung glaubte.

Nach jedem Schlag ins Wasser musste der Spanier einen neuen Versuch starten und bekam außerdem einen Strafschlag. Am Ende standen auf dem Par-15-Loch 13 Schläge zu Buche. Noch nie musste ein Spieler beim Masters mehr als 13 Schläge für ein Loch notieren. Die Szene erinnerte stark an den Hollywood-Klassiker "Tin Cup", in dem der von Kevin Costner gespielte Filmheld seinen Ball gleich sechs Mal im Teich versenkt.

"Es ist das erste Mal in meiner Karriere, dass ich eine 13 notieren musste, ohne dabei einen wirklich schlechten Schlag gespielt zu haben", sagte Garcia. "Ich habe das Gefühl, dass meine Schläge wirklich gut waren, der Ball ist einfach nicht liegengeblieben."

Die Titelverteidigung dürfte für Garcia nun unmöglich geworden sein. Schon um den Cut zu schaffen, braucht der 38-Jährige, der bis auf den Albtraum an Loch 15 eine starke Runde spielte, am Freitag ein kleines Wunder. Garcia liegt neun Schläge über Par und damit 15 hinter dem Führenden Jordan Spieth (sechs unter Par).

Etwas besser lief es für Superstar Tiger Woods. Der US-Amerikaner, der zuletzt 2015 beim Masters abschlug und dann lange wegen einer Rückenverletzung pausieren musste, befindet sich nach einer 73er-Runde auf dem geteilten 29. Platz. "Eine 73 ist okay", sagte Woods. "Es sind noch viele Löcher zu spielen".

Die deutschen Golfprofis Martin Kaymer und Bernhard Langer (beide +2) liegen nach der ersten Runde beim 82. Masters im Augusta National Golf Club im Mittelfeld. Der 33-jährige Kaymer spielte zum Auftakt eine 74er-Runde auf dem schweren Par-72-Kurs. Der zweimalige Masters-Champion Langer erreichte ebenfalls nach 74 Schlägen das Clubhaus. Mit jeweils zwei Schlägen über dem Platzstandard belegen die beiden Deutschen den geteilten 42. Platz.

(areh)