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| 20:37 Uhr

Alles klar, Frau Kommissar?

Sicherheit ist ihr Metier: Franziska Bast und ihr Mentor Rudi Bollig bei der technischen Abnahme eines Renntrucks. Am Wochenende drehen die 1500-PS-Brummis ihre Runden auf dem Nürburgring. TV-Foto: Jürgen C. Braun
Sicherheit ist ihr Metier: Franziska Bast und ihr Mentor Rudi Bollig bei der technischen Abnahme eines Renntrucks. Am Wochenende drehen die 1500-PS-Brummis ihre Runden auf dem Nürburgring. TV-Foto: Jürgen C. Braun
Nürburgring. Ohne ihr Okay geht keiner der 1000-PS-Kolosse beim Truck-Grand-Prix am Nürburgring auf die Strecke. Franziska Bast ist die "First Lady" der technischen Kommissare. Der TV hat die KFZ-Meisterin aus Konz vor dem Rennwochenende am Ring besucht. Jürgen C. Braun

Nürburgring. "Kann der raus, Franzi?" - "Ja, der ist gut!" Am Donnerstagmorgen herrscht reger Betrieb, aber keine Hektik in den Boxen eins bis drei am Nürburgring. Dort haben die technischen Kommissare vor der 29. Auflage von Europas größter Trucksport-Veranstaltung ihr Hauptquartier aufgeschlagen. An ihnen muss jeder Renntruck vorbei, wenn er seinen Stempel für die Rennen am Wochenende haben will.
Mitten drin in dem Gewusel ist Franziska Bast, eine junge Frau aus Konz. Die 26-jährige KFZ-Meisterin wird von allen nur "Franzi" gerufen. Sie zählt zum Stab der technischen Kommissare.
Es ist eine ungewöhnliche Kombination: Hier fünf Tonnen Eisen und Stahl, 1500 PS, 5000 Newtonmeter Drehmoment - die Daten eines sogenannten Superrace-Trucks. Und daneben Franzi Bast, zierlich in Arbeitsmontur, die den Daumen hebt oder senkt.
Bei den Renntrucks erinnert außer der Optik des Führerhauses nicht viel an die von den Autobahnen gewöhnten Brummis. Hinter den Leistungswerten verstecken sich im Grunde Formel-1-Boliden.
Franzi Bast macht das nicht bange. "Ich bin mit dem LKW aufgewachsen. Zu Hause in Konz haben wir einen Mineralöl-Betrieb" berichtet sie. Nach dem Abitur in Konz warf die junge Frau in der beruflichen Karriereplanung den Turbo an. Die legte die beste Gesellenprüfung ab. Alles Einser. Mit 23 war sie KFZ-Meisterin. Heute arbeitet sie in Trier in der LKW-Sparte eines großen Autohauses. Ein Arbeitskollege hat ihr den Motorsport schmackhaft gemacht. Die Lehrgänge und Prüfungen bis zum sogenannten technischen Kommissar B (zweithöchste Stufe) machte sie schnell. "Im nächsten Jahr wollen wir Franzi zum technischen Kommissar A machen. Das heißt, dass sie bei internationalen Wettbewerben des Weltautomobilverbands Entscheidungsfunktion hat", erklärt ihr Mentor Rudi Bollig.
"Mich fasziniert die Kombination aus Sport und Technik", sagt Bast. Für die Tage am Nürburgring hat sie sich Urlaub genommen. Gerne würde sie einmal in einem Renntruck mitfahren. Als technische Kommissarin steht sie auf der anderen Seite. Wenn die Piloten aus Box 1 rausfahren, fragen sie oft: "Alles klar, Frau Kommissar?"Extra

Mehr als Rennsport: Der Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring will Show, Motorsport und Countrymusik vereinen. Offiziell heißt die Rennserie des Automobilweltverbands Fia "European Truck Racing Championship". Vertreten sind die Hersteller Mercedes-Benz, Renault, Volvo, MAN und Freightliner. Insgesamt werden pro Saison zehn Rennen auf den größten europäischen Rennstrecken ausgetragen. Das erste freie Training beginnt am heutigen Freitag um 8.45 Uhr. Am Samstag finden die ersten beiden Rennen um 10.30 Uhr und 15.10 Uhr statt. Die Rennen drei und vier folgen am Sonntag um 13 Uhr und 16.50 Uhr. Im Rahmenprogramm gibt es weitere Wettbewerbe. Stargast beim großen Country- und Rock-Konzert am Freitagabend in der Müllenbachschleife ist die Eifeler Formation Jupiter Jones. Der veranstaltende ADAC erwartet am Wochenende mehr als 100 000 Besucher in der Eifel. Weitere Informationen zu dem Rennwochenende gibt es im Internet unter der Adresse www.truck-grand-prix.de jüb