Den Titel schon im Blick

Es ist die längste Rallye der gesamten Deutschen Meisterschaft in dieser Saison gewesen, und Piloten aus der Region schrieben an ihrer Erfolgsgeschichte mit.

Trier. Rallye-WM in und um Trier: Dann, wenn die Cracks bereits auf der Verbindungsetappe zur nächsten Wertungsprüfung (WP) unterwegs waren, schlug die Stunde der nationalen Heroen. Und mit ihnen die der Fahrer aus der Region. Am Wochenende bestritten die DRM-Piloten ihre Läufe Nummer fünf und sechs. Erst wenn die Herren Sébastien Loeb & Co. schon unter der Dusche standen, hieß es auch für sie: Motor aus und Helm ab.
Eine denkwürdige Veranstaltung in ihrer eigenen "Kinderstube" fuhren Marjan Griebel und Alexander Rath. Das Duo aus Hanweiler bei Baumholder und Korlingen (Kreis Trier-Saarburg) war erst zu Saisonbeginn vom leichten Suzuki Swift auf den Opel Astra GTC im HJS-Diesel-Cup, einer eigenen Wertung in der DRM, umgestiegen. Jetzt sieht es so aus, als ob sich beide allmählich mit dem Meistertitel in der Division Nummer 6 anfreunden dürfen; sie fuhren zweimal zum Tagessieg.
Vor dem Masters-Finale bei der ADAC Rallye Saarland im September rangieren sie damit vor ihren schärfsten Konkurrenten Björn Mohr/Oliver Becker. Den Grundstein dazu legten sie auf der "Panzerplatte" in Baumholder. Die Königs-WP über 46,5 Kilometer absolvierten beide mit Bravour: "Wir haben uns das Tempo dort gut eingeteilt. Speziell mit dem Diesel muss man aufpassen, damit man nicht in irgendwelchen Löchern aufsetzt", resümierten beide.
Eine erfolgreiche Rallye fuhr auch das Hunsrücker/Eifeler Duo Georg Berlandy und Peter Schaaf. Die Sieger der Zerfer Osterrallye der beiden vergangenen Jahre waren zu Saisonbeginn vom BMW M3 auf einen Peugeot 207 S200 gewechselt. Darin absolvierten sie ein bemerkenswertes Wochenende, das in Rang zwei des Gesamtergebnisses von Lauf Nummer sechs gipfelte.
Die beiden orangefarbenen Sonnental-BMW aus Pölich, Hermann/Manz und Hermann/Hoff, kamen am ersten Tag auf den Rängen 14 und 17 ein. Am Samstag schafften Hermann/Hoff Rang 17. Auch das Audi TT-Duo Karlsson/Juchmes (Hillesheim) sah nach Rang 16 am Freitag einen Tag später die Ziellinie nicht mehr. Im Opel Kadett GSI war der Trierer Andreas Konrath mit seinem Eifeler Co-Piloten Timo Klein unterwegs. Nach einem Ausfall in der Freitags-Wertung kamen die beiden Opel-Treter am Samstag auf Position 16 ins Ziel. jüb