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Eifel-Power in der Wüste

Sieht der Franzose Pascal Thomasse überhaupt, wo er hinfährt? Mit seinem Wagen fährt er auf der zweiten Etappe der Rallye Dakar durch die Ica-Wüste in Peru. Foto: Felipe Trueba
Sieht der Franzose Pascal Thomasse überhaupt, wo er hinfährt? Mit seinem Wagen fährt er auf der zweiten Etappe der Rallye Dakar durch die Ica-Wüste in Peru. Foto: Felipe Trueba
Dubai/Nusbaum/Kelberg. Bei der achten Auflage des 24-Stunden-Rennens in Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) am Wochenende werden wieder Fahrer aus der VLN-Langstreckenmeisterschaft und aus heimischen Rennställen an den Start gehen - wie schon im vergangenen Jahr. Besonders wird sich Joachim Kiesch aus Nusbaum mit seiner bärenstarken Corvette auf den Auftritt in der Wüste freuen.

Dubai/Nusbaum/Kelberg. Gemeinsam mit den Rennen in Barcelona, Ungarn und Bathurst (GB) gehört Dubai zu einer Serie von Langstrecken-Rennen, die traditionell im Januar ihren Anfang in den Emiraten nimmt. Etliche Fahrer, die sich ansonsten eher in den zehn Rennen der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring begegnen, nehmen die Gelegenheit wahr und nehmen die ersten Renn-Kilometer im neuen Jahr auf der 5,39 Kilometer langen Renn strecke in den Vereinigten Arabischen Emiraten unter die Reifen.
Für das Team Bonk Motorsport wird Joachim Kiesch aus Nusbaum (Eifelkreis Bitburg-Prüm) am kommenden Freitag (14 Uhr Ortszeit/17 Uhr MEZ) an den Start gehen. Gemeinsam mit seinen Fahrer-Kollegen Tobias Guttroff, Gerd Beisel und Teamchef Peter Bonk bildet er das Quartett, das mit der Chevrolet Corvette C6 möglichst weit vorn im Klassement landen soll. Durch den Wegfall der im Qualifying ermittelten Zeitvorgaben fürs Rennen hat sich der Charakter des 24-Stunden-Rennens von Dubai verändert. Kiesch weiß: "Der Grand-Prix-Kurs im Dubai Autodrome ist wegen der unterschiedlichen Kurvenradien fahrerisch anspruchsvoll."
Mit großen Hoffnungen reist auch das Black-Falcon-Team aus Kelberg (Vulkaneifelkreis) wieder nach Dubai an. DTM-Rekord-Champion Bernd Schneider (St. Ingbert/Monaco) wird für die Eifeler gemeinsam mit dem Holländer Jeroen Bleekemolen, dem Briten Sean Edwards und dem Einheimischen Khaled Al Qubaisi an den Start gehen.
Dreifach-Erfolg für Mercedes



Im Vorjahr gab es in Dubai einen Dreifach-Erfolg für Mercedes-Benz mit dem SLS AMG GT3. Das damalige Siegerauto in der Besetzung Khaled Al Qubaisi, Sean Edwards, Jeroen Bleekemolen und Thomas Jäger des Kelberger Teams Abu Dhabi by Black Falcon stellte mit 3.384,92 absolvierten Kilometern einen neuen Rekord auf. Im zweiten Mercedes Benz SLS AMG GT3 der Kelberger sitzt auch der Nürburgring-erprobte Luxemburger Steve Jans.
Insgesamt 57 Teams aus Deutschland, Luxemburg, Belgien, Holland, England, Osteuropa und den arabischen Ländern haben sich bis Anfang der Woche in die Starterliste eingeschrieben. Viele von Ihnen, wie neben Black Falcon oder Bonk auch Schubert Motorsport, gehören zu den regelmäßigen Startern in der Langstreckenmeisterschaft oder beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Fast 70 Fahrer aus Deutschland sind für das Rennen in der Wüste gemeldet. jüb