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Rallye-WM rund um Trier: VW wiederholt Vorjahressieg - Ogier respektiert, Neuville gefeiert

FOTO: ADAC Motorsport
Trier. Die ADAC Rallye Deutschland ist mit dem Sieg eines deutschen Herstellers (VW) und eines französischen Fahrers (Sébastien Ogier) zu Ende gegangen. Jürgen C. Braun

Die erste ADAC Rallye Deutschland mit WM-Prädikat rund um Trier fand im Jahr 2002 statt. Vierzehn Jahre später verabschiedet sich das motorsportliche Mega-Ereignis nach 14 Auftritten (Ausnahme 2009) mit einer jährlichen sechsstelligen Zuschauerzahl aus ganz Europa von der Stadt. Was der Region und denen, die wirtschaftlich wie emotional davon zehrten und profitierten, (zunächst 2017) bleibt, ist ein Teil dessen, was den sportlich so anspruchsvollen Asphalt-Lauf im Rahmen der WM ausmacht: die Hatz zwischen den Reben. Weltweit einzigartig. Geliebt von den Fans. Gefürchtet, gehasst und doch irgendwie herbei gesehnt von den Piloten.

Nach 18 Wertungs-Prüfungen und 306,8 Kilometer war er nach der letzten Wertungsprüfung, der "Powerstage" im Sauertal, inmitten seiner vielen belgischen und deutschen Anhänger, der gefeierte Held: Trotz des Gesamtsiegers Sébastien Ogier, trotz des Erfolges eines deutschen Herstellers (Volkswagen): Umringt und begehrtes Foto- oder Interview-Objekt war vor allem der Mann mit der modischen Brille: Steuerkünstler Thierry Neuville, Belgier aus St. Vith, Gesamtsieger der ADAC Rallye Deutschland 2014.

Dritter war er in diesem Jahr nach drei harten Tagen geworden. Nach insgesamt etwas mehr als drei Stunden reiner Wertungszeit 20,4 Sekunden hinter Ogier und unfassbare 0,1 (!) Sekunden "langsamer" als sein spanischer Markenkollege im Hyundai, Dani Sordo.

Trotz der Dominanz der beiden Werksteams von Volkswagen und Hyundai offenbarte sich im gesamten Feld eine große Markenvielfalt in den Klassen WRC 2, 3 und 4. Dort reifen junge deutsche Talente heran, bei deren Entwicklung man, so Hans-Joachim Stuck, der Präsident des Deutschen Motorsportbundes (DMSB), "einen langen Atem" haben müsse. Im kommenden Jahr wird die Rallye-Weltmeisterschaft durch die Rückkehr von Toyota als drittes Werksteam neben Volkswagen und Hyundai einen neuen Spannungsbogen aufbauen.

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