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Zurück in die Rallye-Zukunft

Trier/Straubing. Nach gelungener Peugeot-Premiere: W ie geht es weiter mit dem regionalen Duo Griebel/Rath? Jürgen C. Braun

Trier/Straubing Freude über die gelungene Arbeitsteilung nach etlichen Jahren, aber auch Ungewissheit darüber, ob es das nun endgültig war: Beim ersten gemeinsamen Einsatz des regionalen Rallye-Duos Marijan Griebel/Alexander Rath seit vier Jahren, dem letzten Lauf zur Deutschen Rallyemeisterschaft in diesem Jahr am vergangenen Wochenende, schwangen mehrere Gefühlswelten mit.
Das Podium beim DRM-Finale als Vierter nur knapp verpasst, im für das Duo ungewohnten Peugeot 208 T16 aber eine, so Peugeot Deutschland, "fehlerfreie Premiere", absolviert. "Es war, als wären wir nie andere Wege gegangen. Es hat von Anfang an gepasst", blickt der 33-jährige Trierer Alexander Rath auf die mit 147 Teilnehmern zahlenmäßig und qualitativ glänzende besetzte Rallye zurück. Nur 1,8 Sekunden fehlten nach zwei ereignisreichen Rallye-Tagen in Österreich und Deutschland auf Rang drei.
Fünf Jahre waren Rath und der 28-jährige Griebel - seit einigen Wochen neuer U28-Europameister - miteinander gefahren, bevor ihre Wege sich aus verschiedenen Gründen trennten und nun noch einmal auf höchster nationaler Ebene zusammen fanden. "War's das jetzt mit Euch beiden oder kommt da in Zukunft eventuell wieder mehr?" wollte der TV nach dem gelungenen Zweitages-Comeback sowie einiger voran gegangener Testkilometer wissen.
"Wir haben uns zunächst einmal auf unseren Einsatz konzentriert. Der Peugeot ist kein Skoda Fabia, fährt sich ganz anders. Was im nächsten Jahr wird, hängt nicht nur von uns ab. Im Rallyesport ist vieles eine Frage des Geldes. Auch die Sponsoren haben ein Mitspracherecht bei den Einsätzen", lässt Rath sich und dem neuen alten Teamkameraden alle Optionen.
"Im Winter werden sich Gespräche ergeben und dann wird man sehen, wohin der Weg führt. Ich selbst fühle mich bei Peugeot und Romo-Motorsporttechnik wohl und würde die Zusammenarbeit gerne fortführen."
Die Voraussetzungen dazu will er mit einer entsprechenden körperlicher Vorarbeit in den nächsten Monaten erfüllen, "damit ich im kommenden Jahr noch mal richtig angreifen kann".