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Niederlage gegen Holland: Aber Halbfinale noch drin

Niederlage gegen Holland: Aber Halbfinale noch drin

Erst wie erhofft neun Punkte aus drei Spielen - und dann auch noch beinahe ein Achtungserfolg gegen die Niederlande: Deutschlands Damen können bei der Hockey-WM in Argentinien trotz der ersten Niederlage noch aus eigener Kraft das Halbfinale erreichen.

Nach den Siegen gegen Neuseeland, Indien und Japan musste sich die Auswahl um Fanny Rinne in Rosario Turnierfavorit Niederlande unglücklich mit 1:2 (1:0) geschlagen geben. Erst zwei Minuten vor Ende gelang dem Kontrahenten der Siegtreffer durch Kim Lammers. Deutschland war durch einen Treffer von Holland-Legionärin Maike Stöckel (3.) früh in Führung gegangen. Maartje Paumen erzielte nach einer Strafecke (37.) den Ausgleich für die Olympiasiegerinnen. Ein Sieg im Gruppenfinale gegen Australien am Mittwoch würde für die Mannschaft von Bundestrainer Michael Behrmann aber immer noch den Einzug ins WM-Semifinale garantieren.

„Das war eine enge Kiste. Schade, wir hatten alle Chancen, das 2:0 zu machen“, sagte Spielführerin Fanny Rinne. Auch Coach Behrmann trauerte der vorhandenen Siegchance nach. „Wir haben ein fantastisches Spiel geliefert. Die Niederlage ist ärgerlich, aber es ist nichts passiert, das wichtige Spiel ist gegen Australien“, sagte er. Die Niederlande haben nach ihrem vierten Vorrundenerfolg das Halbfinale bereits erreicht. Auch England und Gastgeber Argentinien stehen schon unter den besten Vier.

Den Grundstein für die weiterhin gute Ausgangslage hatten die Hockey-Damen in den ersten drei Spielen gelegt. „Wir liegen voll im Soll“, stellte Behrmann nach dem verdienten 4:1 (2:1) im dritten erfolgreich beendeten Vorrundenspiel der Gruppe A über Indien zufrieden fest. Der Auftritt gegen die Niederlande änderte die grundsätzlich positive Stimmungslage nicht.

Nach den Arbeitssiegen über Neuseeland (2:0) und Japan (2:1) dominierte der Weltranglisten-Vierte gegen den -13. aus Indien von Beginn an und verpasste einen höheren Sieg. Eileen Hoffmann (22.), Maike Stöckel (32.), die überragende Rekord-Nationalspielerin Natascha Keller (37./Siebenmeter) und Lydia Haase (49.) schossen die DHB-Elf Richtung Halbfinale. Auch gegen die Niederlande wäre mehr drin gewesen.