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„Ambitioniertes Projekt“
Olympische Jugendspiele 2022 im Senegal

Der IOC hat entschieden, dass der Senegal die Olympischen Jugendspiele 2022 ausrichten soll. Foto: Ian Walton/OIS/IOC/AP
Der IOC hat entschieden, dass der Senegal die Olympischen Jugendspiele 2022 ausrichten soll. Foto: Ian Walton/OIS/IOC/AP FOTO: Ian Walton
Buenos Aires. Afrika bekommt seine erste olympische Veranstaltung: Senegal soll die 4. Olympischen Sommer-Jugendspiele 2022 ausrichten, wie die Delegierten bei der 133. Versammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Buenos Aires entschieden. dpa

Das westafrikanische Land will die Wettbewerbe in der Hauptstadt Dakar, in Diamniadio und in Saly austragen.

Die Prüfungskommission stellte Senegal das beste Zeugnis aus. „Es ist eines der stabilsten Länder der Region und hat ein entschlossenes und ambitioniertes Projekt vorgestellt“, sagte der Leiter der Prüfungskommission, Ugur Erdener. Die anderen Kandidaten Botsuana, Nigeria und Tunesien zogen daraufhin ihre Bewerbungen zurück und unterstützten den Senegal.

„Es ist Zeit für Afrika. Afrika ist die Heimat vieler erfolgreicher und bekannter olympischer Athleten. Afrika ist ein Kontinent der Jugend“, sagte IOC-Präsident Thomas Bach zuletzt. Derzeit werden die Jugendspiele in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires ausgetragen.

Für die 286 Wettkämpfe in 32 Sportarten bis zum 18. Oktober sind 4012 junge Sportler aus 206 Ländern gemeldet. Die größte Delegation stellt Gastgeber Argentinien mit 142 Sportlern. Aus Deutschland sind 75 junge Athleten angereist. Zuvor fanden die Olympischen Jugendspiele in Singapur (2010) und im chinesischen Nanjing (2014) statt.

Die Jugendspiele gelten als Sprungbrett für eine Profi-Karriere. Zudem sind sie auch ein Experimentierfeld, bei dem neue Sportarten, Formate und Disziplinen ausprobiert und daraufhin getestet werden, ob sie für die großen Spiele geeignet wären. So werden in Buenos Aires Medaillen im Breakdance, Inline-Skating, Futsal, Beach-Handball oder Kitesurfen sowie in zahlreichen Mixed-Wettbewerben mit Männern und Frauen vergeben.

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