Oxford sorgt mit deutschem Ruderer für Überraschung

Oxford sorgt mit deutschem Ruderer für Überraschung

Dem Oxford-Achter mit dem deutschen Ruderer Moritz Hafner ist beim 157. „Boat Race“ auf der Themse gegen Cambridge eine Überraschung geglückt. Die als Außenseiter geltenden „Dark Blues“ überrumpelten die favorisierten „Light Blues“ und setzten sich früh ab.

Das Oxford-Boot, das den 76. Sieg in der Geschichte des traditionsreichen Ruderrennens verbuchte und den Abstand zu Cambridge (80 Siege) verringerte, führte schon zur Hälfte mit sieben Sekunden Vorsprung und kam überlegen ins Ziel.

„Ich habe es nicht gewagt zu denken, dass wir so früh gewinnen könnten. Letztes Jahr kam Cambridge zurück und hat Oxford geschlagen“, sagte der Mainzer Hafner nach dem Rennen dem britischen Sender BBC. „Also habe ich mir gesagt: Lass sie nicht zurückkommen, bau den Vorsprung Stück für Stück aus, und am Ende sind wir einfach geflogen“, jubelte der 26-Jährige, der in Oxford Wirtschaftswissenschaften studiert und bei der Ruder-WM 2009 Sechster mit dem deutschen Leichtgewichtsachter war.

„Wir hätten nie gedacht, dass wir eine Chance hätten“, erklärte Oxford-Coach Sean Bowden, der den 10. Sieg im 17. Rennen verbuchte und seine Stellung als erfolgreichster „Boat Race“-Trainer der letzten Zeit untermauerte. „Es ist toll, wenn eine Crew ihr Potenzial voll ausschöpft - und das ist heute geschehen“, lobte Bowden seinen vergleichsweise jungen Oxford-Achter.

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