120 000 Zuschauer sehen "Circus Maximus" im Fernsehen

120 000 Zuschauer sehen "Circus Maximus" im Fernsehen

Der Überraschungssieger und eine Teamorder bestimmen die Berichterstattung zur Rallyeweltmeisterschaft in Trier. Im Fokus stand das Duell zwischen Sébastien Ogier und Sébastien Loeb.

Trier. Für die Stadt Trier ist die Deutschland-Rallye seit 2002 ein fester Bestandteil ihres Veranstaltungskalenders.
Dieses Jahr wurde erstmals das Abschlussrennen "Circus Maximus" aus der Trierer Innenstadt vom Sender Sport 1 übertragen. Von Donnerstag bis Samstag verfolgten durchschnittlich 30 000 bis 40 000 Zuschauer, bei einem Marktanteil von 0,5 Prozent, die Berichte zu den einzelnen Wertungsläufen der Rallye. Bei der Liveübertragung am Sonntag steigerte sich die Zahl dann auf 120 000 Fernsehzuschauer und einen Marktanteil von 1,0 Prozent.
Die Berichterstattung der überregionalen deutschen Tageszeitungen und Magazinen fand vornehmlich im Internet statt. Vor allem die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) druckte größere Artikel in ihren Ausgaben.
Nach acht Jahren Rallye-Zirkus in Trier stehen die sportlichen Höhepunkte im Fokus. In diesem Jahr war es vor allem das Duell der beiden Citroën-Piloten Sébastien Ogier und Sébastien Loeb. Lange Zeit sah es so aus, als könne der achtmalige Champion Loeb die Rallye auch in diesem Jahr gewinnen. Ein Reifenschaden kostete ihn jedoch den schon sicheren Sieg. So berichtete unter anderem die Rhein-Zeitung ausführlich über die Stallorder von Citroën-Teamchef Olivier Quesnel, die Altmeister Loeb vor seinem Teamkollegen Ogier begünstigt hätte: "Wenn es nach dem Citroën-Drehbuch gegangen wäre, dann hätte Ogier auch nicht gewonnen, denn eigentlich war Loeb nach seiner Vertragsverlängerung bis 2013 als strahlender Held vorgesehen."
Kommentare und Meinungen zum Veranstaltungsort Trier sind dieses Mal kaum zu vernehmen. Einst wurde die abwechslungsreiche Streckenführung rund um Trier von der Fachpresse gelobt. red