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25. Sieg, Rekord und Weltcup-Favorit

25. Sieg, Rekord und Weltcup-Favorit

Nach der Verteidigung des traditionsreichsten Pokals im Rudersport, dem Grand Challenge Cup bei der Henley-Regatta in England, startet der Deutschlandachter mit Richard Schmidt vom RV Treviris Trier am Wochenende als Favorit beim Weltcup-Finale auf dem Rotsee bei Luzern.

Henley/Luzern/Trier. Der 25. Sieg in Folge mit Rekordzeit - 13 Monate vor den Olympischen Spielen brachte der Deutschlandachter den Olympia-Gastgebern des kommenden Jahres eine empfindliche Niederlage bei. Bei der seit 1839 ausgetragenen Henley Royal Regatta setzte sich die Mannschaft mit Richard Schmidt auf der 2112 Meter langen Strecke (eine Meile und 550 Yards) in 5:57 Minuten mit einer Länge Vorsprung durch. So schnell fuhr noch kein Achter auf der Themse. Die bisherige Bestmarke stellte 1989 ein wie das aktuelle Boot von Ralf Holtmeyer trainierter Deutschlandachter auf.
"Es wäre schön, wenn unser Rekord noch einmal 22 Jahre halten würde", sagt Schmidt. "Die Henley-Regatta ist immer ein besonderes Ereignis. Das war letztes Jahr bei unserem Sieg schon so, aber diesmal im Finale gegen das Gastgeberland zu fahren, war noch einmal eine Steigerung", erzählt der 24-Jährige vom RV Treviris Trier, der seinen zweiten Henley-Sieg feierte.
Nach dem 25. Sieg in Folge ist das deutsche Flagschiff auch beim Weltcup bei Luzern (heute bis Sonntag) Favorit. "Der Weltcup wird kein Selbstläufer", warnt Schmidt. Denn auch die anderen Nationen (außer China hat sich alles, was Rang und Namen hat, angemeldet) würden immer stärker, je näher die Olympischen Spiele rücken. "Es wird so schwierig wie noch nie, in diesem Jahr zu gewinnen. In Henley hat man schon gemerkt, dass die Engländer heiß darauf sind, uns ein Beinchen zu stellen", sagt Schmidt. Mit der Rolle des Gejagten komme die Mannschaft aber klar. "Wir wissen, was wir können. Aber irgendwann wird man geschlagen. Eine Niederlage wäre jedoch kein Beinbruch. Dann ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu behalten", sagt der zweimalige Weltmeister.
Für Jost und Matthias Schömann-Finck aus Zeltingen-Rachtig geht es auf dem Rotsee um ihre Startplätze bei der WM im slowenischen Bled (28. August bis 4. September) im Leichtgewichts-Vierer. Auch die Hamburger Bastian Seibt und Lars Wichert sind scharf auf die Plätze vor den Zwillingen Jochen und Martin Kühner (Saarbrücken). "Wir haben im Training etwas umgestellt und etwas an unserem Endspurtverhalten gearbeitet", erzählt der 28-jährige Jost Schömann-Finck. In ihrer Bootsklasse gehe es aber extrem knapp zu, so dass bereits Hundertstelsekunden entscheidend sein könnten. teu