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Wenn Trierer in Anfield feiern
Geburtstagspost von Klopp

 This is Anfield: Der Trierer Jinan Al-Shok mit seiner Mutter Marlies beim Liverpooler Heimspiel gegen Bournemouth.
This is Anfield: Der Trierer Jinan Al-Shok mit seiner Mutter Marlies beim Liverpooler Heimspiel gegen Bournemouth. FOTO: Jinan Al-Shok
Trier/Liverpool. Wie eine Trierer Reisegruppe ihr Liverpool-Wochenende erlebte. Von Andreas Feichtner
Andreas Feichtner

Drei Tage vor der Abreise nach England bekommt die Ehrangerin Marlies Al-Shok Post aus Liverpool: Jürgen Klopp gratuliert mit persönlicher Widmung zu ihrem 76. Geburtstag. Und auch das mit den Karten für ihren Sohn Jinan und sie fürs Heimspiel gegen Bournemouth ging klar – „Hammerplätze“, wie Jinan Al-Shok sagt. Wie er da ran kam? „Da hat mich mein Freund Paul Linz unterstützt, der wiederum mit Kloppo befreundet ist“, sagt der Trierer, der viele Jahre lang Physiotherapeut von Eintracht Trier war und der inzwischen unter anderem bei der deutschen Beachvolleyball-Spitze als Physio gefragt ist. Die Al-Shoks waren mit einer Reisegruppe mit insgesamt 40 Trierern für ein langes Wochenende in der nord­englischen Hafenstadt – unter anderem mit Triers Kult-Sänger und „Beatles“-Kenner Helmut Leiendecker, der der Gruppe bekannte Stationen der „Fab Four“ in Liverpool näher brachte.

„Mit 14 Trierern waren wir im Stadion“, sagt Al-Shok. Die anderen hatten ihre Karten vorher bestellt. „Bei unseren Tickets gab es ein Missverständnis. Eine Woche vorher habe ich erfahren, dass für mich keine zur Verfügung stehen“, sagt er. Dank der Linz-Klopp-Connection klappte das dann doch. „Liverpool spielt technisch und taktisch hervorragend und – was mir besonders gefallen hat – sehr diszipliniert“, sagt der frühere Fußballer und noch aktive Handballer: „Den Premier-League-Titel traue ich ihnen auf jeden Fall zu. Ob es für die Champions League reichen wird, kann man schwer sagen. Ich denke, es liegt viel an Klopp – es gibt kaum einen besseren Motivator als ihn.“