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Alles andere als "Federball"

Alles andere als "Federball"

Der Aufsteiger hat sich etabliert: Der Badminton-Club (BC) Trier spielt in der Oberliga eine gute Rolle und steht mit ausgeglichenem Punktekonto derzeit auf Platz vier. Am Wochenende stehen für die Trierer zwei Heimspiele an.

Trier. Europameister! Für die Fußball-Nationalmannschaft soll das der große Sommertraum werden. Die deutschen Badminton-Damen haben ihre Mission am Sonntag schon erfolgreich hinter sich gebracht: Da gab es den ersten EM-Titel - nach dem überraschenden Sieg im Finale gegen Dänemark. Ein Titel, von dem allerdings nur wenige Notiz genommen haben.
Dabei ist Badminton ein Sport, der ziemlich jedem ein Begriff ist. Wer "Federball" dazu sagt, hat vermutlich nie ein Spiel gemacht. Das ist mit den fixen Reflexen, den kurzen Sprints und der benötigten hohen Konzentration ungemein fordernd. Wer das zumindest als Zuschauer überprüfen will, hat dazu am Wochenende in Trier Gelegenheit: Der am höchsten spielende Club der Region, Oberliga-Aufsteiger BC Trier, hat am Samstag und Sonntag zwei Heimspiele gegen Unkel/Linz und gegen Andernach. Das Spiel am Samstag (17 Uhr) wird ausnahmsweise in der Sporthalle in der Eurener Straße ausgetragen, das am Sonntag wie üblich in der Pestalozzi-Halle in Trier-Süd. Der BC hat eine ausgeglichene Bilanz, liegt auf Platz vier. "Wir sind mit dem Saisonverlauf bisher sehr zufrieden. Wir haben einige im Team, die noch nie in einer so hohen Liga gespielt haben", sagt Linda Kern, Spielerin und Geschäftsführerin: "Vielleicht ist aber auch noch Platz drei drin". Die 27-Jährige hatte schon im saarländischen Wiebelskirchen höherklassig gespielt. Dort spielte auch die Nummer eins des BC, Benjamin Woll, bereits in der Badminton-Bundesliga. Die beiden teilen sich auch die Trainerarbeit, auch wenn es beim BC keinen klassischen Trainer gebe.
In der laufenden Saison haben die Trierer eine Ausnahmegenehmigung: Ab der (viertklassigen) Oberliga muss die Hallendecke mindestens sieben Meter hoch sein. Die Decke in der Pestalozzi-Halle ist allerdings nur sechs Meter hoch. Ausweichstätten zu finden werde schwierig, sagt Linda Kern: Entweder es fehlen die nötigen Markierungen für Badminton-Felder (Mäusheckerweghalle, Wolfsberghalle) oder die Boden- bzw. Terminsituation sei kritisch (Arena Trier).
In den Badminton-Teams treten Frauen und Männer gemeinsam an. Gespielt werden drei Herren- und ein Damen-Einzel, zwei Herren- und ein Damen-Doppel sowie ein Mixed. Der BC hat rund 70 aktive Spieler. Neben zwei Teams im Seniorenbereich hat der Club auch drei Jugendmannschaften gemeldet. AF
Extra

Neue Hobby-Liga: Ebenfalls mit viel Lust am Badminton, aber nicht ganz so sportlich ambitioniert geht es bei der neuen Hobby-Badmintonliga zur Sache. Nach zweijähriger Pause gibt es in Trier wieder unter dem Dach des Badmintonverbands Rheinland die "Breitensportliga". Die Liga geht vor allem auf Betreiben des TVG und des PST Trier zurück, die je zwei Teams stellen werden. Mit dabei sind zudem der FSV Tarforst, Morbach und Pluwig-Gusterath. Die Spiele finden an Wochentagen abends statt, die Liga startet am nächsten Dienstag. Informationen: Der BC Trier ist der am höchsten spielende Club der Region. Eine Badminton-Hochburg in Deutschland ist das Saarland (u. a. mit dem Weltranglisten-Turnier Bitburger Open Ende Oktober in Saarbrücken) AF