AOK-Mini-WM: Euphorische Eltern auch in Bitburg

Fußball : Jubelnde Eltern übertönen sogar den Stadionsprecher

Tosender Applaus und jede Menge Spaß: Auch in Bitburg herrschte eine besondere Atmosphäre.

Die Mannschaften der Gruppen G und H stehen am Spielfeldrand des Stadions Ost in Bitburg. Sie sind bereit zum Einlaufen. Plötzlich ertönt feierlich eine Hymne. Dann tosender Applaus, man hört den Lärm von Ratschen und Pfeifen. „Die Nationalmannschaft von Tunesien wird heute vertreten durch  – die E-Jugend der JSG Baustert“, sagt der Stadionsprecher, den man wegen der jubelnden Eltern kaum versteht. Die Mannschaften gehen nacheinander auf den Platz, nachdem sie aufgerufen wurden, feierlich von der jeweiligen Nationalhymne begleitet und mit einer großen Flagge des Landes, das sie vertreten: Kurze Zeit später geht es los. „Komm Maxi, lauf!“, ruft eine Frau mit einer aufgemalten Tunesien-Flagge auf der Wange.

Trotz der lautstarken Unterstützung hat es für die Tunesier aus Baustert im zweiten Spiel der Gruppe G gegen England (TuS 05 Daun) nicht ganz gereicht. Am Ende stand es 2:1 für die Kicker von der Insel.  „Die Spiele machen  Spaß, nur leider haben wir das erste gleich verloren“, sagt Max, zehn Jahre, Spieler der TuS Euren alias Polen. „Gut Moritz“, ruft ein Vater. Dann plötzlich ohrenbetäubender Jubel. Es ist ein Tor gefallen. Panama hat den Anschlusstreffer erzielt.

Max, elf Jahre alt, vom FSV Trier-Tarforst, freut sich: „Ich finde, wir haben gut gespielt, nur im letzten Spiel hätten wir etwas besser spielen können.“ Die Belgier gewannen aber auch hier mit 4:2 gegen die englischen Dauner und kamen als Tabellenerster der Gruppe G weiter.

Aus der Gruppe H qualifizierte sich der Senegal (SV Mehring) ungeschlagen und auch mit null Gegentoren für die Endrunde. „Die Stimmung hier ist außergewöhnlich für ein E-Jugendturnier, trotzdem denke ich, es ist noch ein bisschen Luft nach oben für die Endrunde nächste Woche“, sagt Ex-Eintracht-Trier und Kaiserslautern-Profi Thomas Richter, Trainer des FSV Tarforst, grinsend.