Athleten trauern um Starter

Ein Sportfest oder eine Meisterschaft ohne Rolf Röhl - im vergangenen Jahrzehnt undenkbar. Die Leichtathleten im Kreis Bernkastel-Wittlich trauern um ihren langjährigen Starter.

Manderscheid. (teu) "Hemd in Hose! Fertig! Los!" - So hätte das Startsignal nach Rolf Röhl lauten können. Mit Blick auf das korrekte Auftreten der Athleten, aber immer mit viel Witz und dem nötigen Verständnis für die Jugend war die rheinische Frohnatur als Kampfrichter im vergangenen Jahrzehnt aus der Leichtathletik-Szene nicht wegzudenken. Nun müssen die Läufer ohne ihr Unikum zurechtkommen. Rolf Röhl verstarb zehn Tage nach seinem 70. Geburtstag nach kurzer, schwerer Krankheit.

Bevor Rolf Röhl 2001 nach Manderscheid zog, wo sein Bruder wohnte, war der gebürtige Düsseldorfer im Leichtathletik-Verband Nordrhein als Kampfrichter aktiv. Höhepunkt seiner Karriere waren die Olympischen Spiele 1972 in München, wo er zum Kernteam der Frauen und Männer in den weißen Anzügen gehörte.

Schon bald nach seinem Umzug nach Manderscheid bot sich Röhl als Starter auch in der Region an. Gemeinsam mit dem Bernkastel-Wittlicher Leichtathletikkreisvorsitzenden Hans-Peter Schon (Bengel) bildete er jahrelang den Kern des Zeitmessteams und war oft der Erste und auch der Letzte bei Veranstaltungen. Röhl mahnte die Verantwortlichen im Leichtathletikkreis schon frühzeitig, einen Nachfolger für ihn zu finden. Im vergangenen Jahr arbeitete er Claus Reyheller ein, der seit diesem Jahr die Startschüsse abgibt.