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Auf der Fidei mit den Besten messen

Auf der Fidei mit den Besten messen

Zehn U17-Juniorinnen von Clubs mit großen Namen spielten in Schleidweiler um den Steka-Cup, dem wohl bestbesetzten Turnier Deutschlands in dieser Altersklasse.

Zemmer-Schleidweiler Es regnet in Strömen. "Los Borussia!", rufen Eltern ihren Töchtern zu, die gerade auf den Platz laufen. Es ist 19.27 Uhr am Samstagabend. Das Finale des U17-Juniorinnen-Turniers beim Steka-Cup in Schleidweiler wird angepfiffen: Borussia Mönchengladbach trifft auf den Karlsruher Sportclub.
Sowohl die Borussia als auch der KSC haben sich ins Finale gezittert. Im ersten Halbfinale setzten sich die Gladbacherinnen gegen den Grasshopper Club Zürich im Elfmeterschießen durch. Torhüterin Annalena Janssen hielt hier gleich zwei Bälle vom Punkt aus.
Im zweiten Halbfinale trat der Karlsruher SC gegen den 1. FC Saarbrücken an. Auch hier hieß es 0:0 nach der regulären Spielzeit von 20 Minuten, nach dem Elfmeterschießen 4:3. Nachdem KSC-Torhüterin Theresa Wiesiolek einen Elfer pariert hatte, rutschte die letzte Saarbrücker Schützin aus, und der Ball kullerte Wiesiolek in die Arme. Immerhin sicherte sich der FCS Platz drei (3:2 nach Elfmeterschießen gegen die Grasshoppers).
Das Finale war dann ein offener Schlagabtausch. Nach einer chaotischen Situation im Karlsruher brachten die Gladbacherinnen den Ball kurz vor Schluss irgendwie im KSC-Tor unter. Damit konnte die Borussia ihren im Vorjahr errungenen Titel verteidigen. "Ich find's trotz des Regens toll hier, sagte Saskia Bürki vom FC Basel. Viele Mannschaften nahmen das Turnier als Saisonabschluss wahr, andere als Vorbereitung. Nächstes Jahr werde das Organisationsteam versuchen, den Turnier-Termin etwas vorzuverlegen, so dass die Mannschaften den Steka-Cup als direkten Saisonabschluss wahrnehmen können, sagte Organisator Rainer Steffen. "Leider ist Mädchenfußball nicht so anerkannt, wie es eigentlich sein sollte. Aber wenn die Leute dann zuschauen, sehen sie, dass die Mädels richtig Fußball spielen können", so der 49-Jährige weiter.
Und Steffen bezeichnet das Turnier als das "bestbesetzte Freiluftturnier Deutschlands im Sommer". Diese Meinung vertritt nicht nur er: "Der Trainer von Basel hat gesagt: `Wir wollen uns mit den Besten messen und müssen dafür nach Deutschland, nach Zemmer kommen. So ein Lob macht schon stolz", strahlte Steffen.
"Das Turnier ist hervorragend organisiert, es ist toll hier, und terminlich passt es auch", merkten die Eltern von Gladbach-Spielerin Lea Schulze an. "Dass ein so kleiner Ort ein so großes Event auf die Beine stellen kann, ist bemerkenswert", lobte Papa Schulze. "Es gab viel Lob von den Mannschaften. Einige haben sich schon einen Platz für nächstes Jahr gesichert", berichtete Steffen. "Wir kommen gerne wieder", verabschiedete sich Gladbach-Trainer Stefan Schulz händeschüttelnd von Steffen.