Rollstuhl-Basketball: Ausnahmeteam lässt Dolphins nicht den Hauch einer Chance

Rollstuhl-Basketball : Ausnahmeteam lässt Dolphins nicht den Hauch einer Chance

Rollstuhl-Basketball-Bundesliga: Trierer stehen gegen den amtierenden Meister aus Thüringen auf verlorenem Posten, erzielen  aber deutlich mehr Punkte gegen ihn als die Konkurrenz.

Diese turmhohe Niederlage konnten die Doneck Dolphins Trier ziemlich locker wegstecken: Mit 54:103 unterlag das Team um Spielertrainer Dirk Passiwan dem amtierenden Deutschen Meister und Champions-League-Gewinner, den Thuringia Bulls – und kassierte damit die bereits im Vorfeld erwartete, klare Pleite.  Geht es (auch) nach dem Trierer Coach, wird die Mannschaft aus Elxleben unweit von Erfurt den Titel in der Rollstuhl-Basketball-Bundesliga souverän verteidigen: „Ich sehe momentan kein Team in der Liga, dem es anders geht, als uns.“

Nicht nur von Anfang an auf dem Spielfeld, sondern bereits vor der Partie waren die Dolphins am Samstagnachmittag stark gefordert: Die Anzeigetafel hatte ihren Geist aufgegeben. Technisch war das Problem nicht in den Griff zu kriegen, und ehe eine Ersatzanlage von der Basketballabteilung der DJK/ MJC Trier beschafft worden war, dauerte es bis ins zweite Viertel hinein. Günter Ewertz, der als Hallensprecher eingesprungen war und gewohnt eloquent moderierte, kam kaum zum Luftholen, um die Zwischenstände durchzugeben. Die Gäste aus Thüringen machten von Beginn an ernst, gingen mit einem 35:15-Vorsprung in die erste Pause und ließen den Hausherren mit ihrer traumwandlerischen Treffsicherheit und dem variantenreichen Spiel nicht den Hauch einer Chance. Alles überragend war der US-Amerikaner Matt Scott, der bei den Zwei-Punkte-Würfen eine bärenstarke Trefferquote von knapp 70 Prozent beisteuerte. Das mit zahlreichen Nationalspielern aus dem In- und Ausland bestückte Team gab den Ton nach Belieben an. Nur, wenn Coach Michael Engel rotierte, kamen die Dolphins zum Durchschnaufen. So konnten sie das zweite Viertel mit 14:18 erträglich gestalten. Anschließend zogen die Bulls wieder an, entschieden den dritten Abschnitt deutlich für sich (26:9), ehe sie es ruhig ausklingen ließen (24:16).

„Wir sind froh, dass es vorbei ist“, ließ Spielertrainer Passiwan ohne Umschweife durchblicken.  Positiv aus seiner Sicht: Bislang gewann das Topteam der RBBL seine Spiele im Schnitt mit 95:42. Folglich gelangen den Dolphins zwölf Zähler mehr als den vorangegangenen Kontrahenten der Thüringer.

Die Play-Off-Teilnahme bleibt das erklärte Trierer Ziel. Die folgenden Spiele am Samstag, 16.30 Uhr, in München und nach dem Pokalturnier im westfälischen Warendorf das nächste Heimspiel am Samstag, 17. November, 18 Uhr,  gegen Zwickau genießen da eine sehr  hohe Bedeutung. Und bis Mitte kommenden Monats sollte denn auch wieder die Anzeigetafel in der Uni-Halle funktionieren.

Dolphins Trier: Ryan Wight (8 Punkte), Correy Rossi (10), Jack Davey (2), Matthias Heimbach (2), Diana Dadzite (14), Dirk Passiwan (14), Chris Peters (2), Mariska Beijer (2).

Bester Werfer Thuringia Bulls: Matt Scott (32), Aliaksandr Halouski (23)