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Auswärtsschreck kommt nach Trier

Auswärtsschreck kommt nach Trier

Topspiel im Moselstadion: Mit einem Sieg gegen Großaspach könnte Eintracht Trier am Freitag (19 Uhr) zu Regionalliga-Spitzenreiter Mainz 05 II aufschließen. Ein Wiedersehen gibt\'s mit Sahr Senesie, dessen Herz weiter an Trier hängt.

Trier. Klappern gehört zum Geschäft. Den Gegner auf den Favoritenschild heben, die eigenen Ambitionen kleinreden. Vor dem Spitzenspiel in der Regionalliga Südwest zwischen Trier und der SG Sonnenhof Großaspach gelingt das Sahr Senesie meisterhaft. "Ich halte Trier für den Aufstiegsfavoriten überhaupt. Dass wir momentan auch oben stehen, war nicht zu erwarten", meint der aktuelle Sonnenhof-Stürmer und ehemalige Eintrachtler.
Der 28-Jährige hat zwischen 2008 und 2010 an der Mosel gespielt. Nach Stationen in Homburg und Burghausen ist er im Sommer in Großaspach gelandet. In räumlicher Nähe zu seinem Bruder Antonio Rüdiger (20), der beim Bundesligisten VfB Stuttgart spielt. Senesie: "Wir wohnen zusammen in Waiblingen nordöstlich von Stuttgart. Ich versuche, ihm mit Rat und Tat zur Seite zu stehen."
Nach Trier hat Senesie weiterhin Verbindungen. Etwa zu Eintracht-Vorstandsmitglied Ernst Wilhelmi und zu Aufsichtsrat Alexander Bergweiler. Außerdem hat er seine Liebe in der Römerstadt gefunden. "Meine Freundin stammt aus Trier. Wir sind jetzt viereinhalb Jahre zusammen. Ihre Familie und Freunde kommen zum Spiel am Freitag. Ich muss 16 Karten besorgen", berichtet der Ex-Bundesligaprofi von Borussia Dortmund.
Für Großaspach stand Senesie in dieser Saison wegen einer zwischenzeitlichen Rotsperre erst acht Mal auf dem Feld (zwei Tore). Erstaunlich ist die Heim- und Auswärtsbilanz des Tabellenzweiten. Zu Hause hat sie SGS schon drei Mal verloren, in der Fremde gab\'s dagegen in fünf Spielen fünf Siege! Senesie: "Auswärts kommen unsere läuferischen Fähigkeiten zum Tragen."
Darauf stellt sich die Eintracht ein. "Großaspachs Auswärtsbilanz ist erschreckend. Der Gegner steht kompakt und wartet auf Fehler, um dann wahnsinnig schnell über die Außen umzuschalten. Da müssen sich unsere Außenverteidiger Fouad Brighache und Fabian Zittlau taktisch sehr gut verhalten", sagt Triers Trainer Roland Seitz. Der Oberpfälzer feierte am Dienstag seinen 49. Geburtstag. Aus diesem Anlass lässt er für seine Spieler am Samstag in der Eintracht-Kabine ein Weißwurstfrühstück springen.
Im Vergleich zum Pokalspiel in Nusbaum dürfte Seitz wieder personelle Wechsel vornehmen. Lars Guenther, Torge Hollmann, Thomas Konrad, Fahrudin Kuduzovic und Moussa Touré müssen mit Bank-Plätzen rechnen. Ein Problem gilt es vielleicht auf der Torwartposition zu lösen. Ersatzmann Jens Freis hat Knieprobleme, hinter seiner Nominierung für den Kader stand gestern noch ein kleines Fragezeichen.
Live dabei: Zum Spiel Trier gegen Großaspach gib\'s einen Ticker unter www.fupa.net/volksfreund