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Auswärtsspiele machen Hoffnung

Auswärtsspiele machen Hoffnung

Fußball-Oberliga: Im Abstiegskampf ist die Last des Gewinnen-Müssens für den FSV Salmrohr in Heimspielen offenbar zu groß - Noch drei Partien in der Fremde kommen da genau richtig.

Salmrohr Stolz und mit einem breiten Grinsen verließ sie das Salmtalstadion. Wer die gerade sieben Jahre jung gewordene Nele nach dem Salmrohrer Spiel gegen den FV Diefflen gesehen hätte, ohne dabei gewusst zu haben, wie der FSV gespielt hat, musste glatt von einem Sieg der Gastgeber ausgehen. Doch weit gefehlt: Mit 0:2 zog die Mannschaft von Trainer Michael Schmitt am Dienstag Abend den Kürzeren. Beim Töchterchen von FSV-Betreuer Claus Schäfer überwog einfach nur die pure Freude, zum Geburtstag ein Salmrohr-Trikot geschenkt bekommen zu haben.Jene, die das Jersey auf dem Platz trugen, wurden eiskalt erwischt. Ohne Zugriff und anfangs überhaupt nicht sortiert lud der FSV die bekanntermaßen angriffsstarken Gäste aus dem Stadtteil von Dillingen zum Toreschießen ein. Chris-Peter Haase düpierte die Hintermannschaft der Gastgeber nach sage und schreibe sechs Sekunden zum 0:1. Sein Teamkollege Fabian Poß legte bereits in der dritten Minute nach - ohne erkennbare Gegenwehr der Salmrohrer. Das blitzschnelle Umschaltspiel des FV Diefflen sorgte in der ersten halben Stunde immer wieder für ein Raunen auf den (spärlich besetzten) Rängen. Dann kam der insgesamt zu schwerfällige FSV aber auch zu Chancen. Die Entschlossenheit fehlte jedoch in den Aktionen von Fabian Helbig und Peter Schädler. Erschwerend kamen für die Schmitt-Elf personelle Probleme dazu: Der indisponierte, mit Gelb vorbelastete Kader Touré verließ nach 20 Minuten das Feld. Knapp eine Viertelstunde später musste der gerade erst wiedergenesene Daniel Braun mit erneuten muskulären Beschwerden vom Platz. Auch die fast 45-minütige Überzahl - Topgoalgetter Poß sah nach einem Ellenbogencheck gegen Pascal Meschak die rote Karte - wusste der FSV nicht zu einem Tor zu nutzen. Gerade mal eine richtige Chance besaß man im zweiten Durchgang - und die kam durch ein Fast-Eigentor von Diefflens Dominic Selvaggio zustande…"Nach den beiden frühen Gegentoren waren wir total verunsichert. In der zweiten Hälfte waren wir zwar überlegen, aber einfach nicht zwingend genug", musste FSV-Coach Schmitt eingestehen. Für die verbleibenden vier Spiele in der laufenden Saison gilt für ihn jetzt eigentlich nur noch das Prinzip Hoffnung: "Aus welchen Gründen auch immer tun wir uns im Gegensatz zur Hinrunde nach der Winterpause auswärts wesentlich leichter. Da ist es wohl gut, dass wir noch dreimal beim Gegner antreten."FSV Salmrohr - FV 07 Diefflen 0:2 FSV: Ternes - Eichhorn, Bartsch, Meschak, Bohr - Schädler, Kohns, Touré (20. Braun, 34. Inhestern), Hartmann - Ting (71. Saim) - Helbig. FVD: Migliara - Baizidi, Jakic, Müller, Folz - Selvaggio (87. Hessedenz), Hofer, Fritsch, Groß (65. Blass) - Poß, Haase (89. Matsuki).Schiedsrichter: Vollmar (Großsteinhausen)Zuschauer: 192Tore: 0:1 Haase (1.), 0:2 Poß (3.)Bes. Vorkommnis: Rot für Poß (Diefflen, 46., Ellenbogencheck)Extra: AM SAMSTAG SPIELT DER FSV IN KARBACH

(AA) "Wir haben jetzt zwei Möglichkeiten - aufzustehen oder aufzugeben", sagte FSV-Trainer Michael Schmitt nach dem 0:2 gegen Diefflen. Zuversicht schöpft er vorm Duell im Vorderhunsrück (Samstag, 15.30 Uhr) aus den guten jüngsten Auswärtsaufritten: "Auf des Gegners Platz sind wir momentan ein anderes Team." Das Hinspiel hatte es in sich: Ab der 90. Minute fielen auf beiden Seiten noch je zwei Tore (4:4). Für die Karbacher ist die Saison gelaufen. Dienstag, 18 Uhr, kommt es im Rheinlandpokal-Halbfinale zum Knüller gegen Regionalligist TuS Koblenz.