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Bestzeit und Stimmungsrekord

Mehr als 11 000 Läufer haben die 42,195 Kilometer lange Marathonstrecke in Luxemburg in Angriff genommen. TV-Foto: Holger Teusch
Mehr als 11 000 Läufer haben die 42,195 Kilometer lange Marathonstrecke in Luxemburg in Angriff genommen. TV-Foto: Holger Teusch FOTO: (g_sport
Luxemburg. Die Kenianer Naomi Tuei und John Komen haben den ING Night Marathon in Luxemburg gewonnen. 11 000 Läufer gingen laut Veranstalterangaben an den Start über die klassischen 42,195 Kilometer, Halbmarathon, in einem Fünf-Kilometer- und Kinderläufen. Holger Teusch

Luxemburg. An einen Rekord hatte Roger Königs am Samstagabend vor dem Startschuss wohl nicht gedacht: "Die Bestzeit bei den Frauen auf dieser Strecke ist richtig gut", sagte der ehemalige belgische Vizemeister über 3000 Meter Hindernis, der beim ING Night Marathon die Topathleten betreut. 2:34:28 Stunden war die Kenianerin Rael Kiyara vor fünf Jahren auf den schwierigen, weil bergigen 42,195 Kilometer durch Luxemburg gerannt. Vorgestern verbesserte ihre Landsfrau Naomi Tuei die Bestmarke auf 2:34:23 Stunden.
An sein Limit ging auch John Komen. Tausende Zuschauer beobachteten am Ziel in den Messehallen, wie der 37 Jahre alte Kenianer auf den letzten Kilometern um den Streckenrekord kämpfte - und knapp verlor. In 2:13:55 Stunden war der ehemalige Fußballspieler, der vor vier Jahren die Weltklassezeit von 2:17:13 Stunden gelaufen war, nur zehn Sekunden langsamer, als Bellor Yator 2012. Auch Hosea Kipkemboi lief als Zweitplatzierter in 2:15:22 Stunden eine tolle Zeit, während Vorjahressieger Johnstone Maiyo in 2:19:30 Stunden abgeschlagen Dritter wurde.
Bester Deuscher war als Zwölfter in 2:55:20 Stunden der aus Kell am See stammende Christian Lauer (Tri Post Trier/Dekabank). Der 44-Jährige war auch Bester der Altersklasse der 40- bis 44-Jährigen (M40). "Die Stimmung war genial und hat einen regelrecht in einen Rausch versetzt", sagt der Familienvater über die Stimmung der geschätzt 100 000 Zuschauer. "Besonders gelungen fand ich die Dekoration vom Grund, wo Lampions und Lichtspiele für eine tolle Atmosphäre gesorgt haben", erzählt Lauer. Das Petrusstal war erstmals speziell illuminiert.
Den Halbmarathon gewann der Luxemburger Christophe Kass in 1:12:23 Stunden. Schnellste Frau war in 1:24:27 Stunden die Thüringerin Anna Herzberg. Herzberg hatte nach 15 Kilometern fast eine Minute Vorsprung gehabt. Das war zu viel, als dass die spätere Zweite, Yvonne Jungblut (LT Schweich) sie hätte abfangen können. Doch einen 50-Meter-Rückstand auf Fabienne Giehlen machte Jungblut wett. Dreiviertel der 21,1-Kilometer-Distanz liefen die beiden Frauen zusammen. Beim Rückweg hinauf den Kirchberg zog die Luxemburgerin das Tempo an. "Auf den letzten beiden Kilometern habe ich gemerkt, dass ich noch mal näher komme. Fabienne ist noch vor mir in die Halle gelaufen. Dann kam ich noch angespurtet und bin kurz vorm Ziel an ihr vorbei. Solch ein Finish hatte ich selten", berichtet Jungblut vom dramatischen Zieleinlauf.
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