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Dank Sieg im Deutschlandcup ins Nationaltrikot der Skilangläufer

Skilanglauf : Dank Sieg im Deutschlandcup ins Nationaltrikot

Der Manderscheider Jan Stölben gewann erstmals ein Skilanglauf-Rennen im Deutschlandcup. Zu Belohnung startet der 18-Jährige am kommenden Wochenende in Italien erstmals im Continental-Cup.

Durchhalten lohnt sich! Nach einem bisher enttäuschenden Saisonverlauf hat Nachwuchs-Skilangläufer Jan Stölben aus Manderscheid (Kreis Bernkastel-Wittlich) am vergangenen Wochenende seine bisher größten Erfolge im Deutschlandcup gefeiert. Der 18-Jährige, der das Sportinternat in Winterberg im Sauerland besucht und für den Ski-Klub Wunderthausen startet, aber aus dem ESV Ernstberg hervorgegangen ist, siegte im Sprintrennen der U-20-Junioren und belegte über 13,8 Kilometer den zweiten Platz. Belohnung: Die Nominierung für den Continental-Cup am kommenden Wochenende (18./19. Januar) im italienischen Pragelato.

Mit zweistelligen Platzierungen verlief die Saison für Stölben bisher alles andere als rund. Ob schlecht gewachste Ski, ein Sturz, gesundheitliche Probleme oder eine ungünstige Renneinteilung, irgendwie hakte es bisher immer. Schon bei der Leistungskontrolle im Sommer blieb der Manderscheider als 16. hinter seinen Möglichkeiten zurück.

Doch beim Deutschlandcup-Rennen im Hohenzollern-Skizentrum am Arbersee bei Bayerisch Eisenstein platze bei Stölben der Knoten. Weil die nur zehn Zentimeter dicke Schneeschicht kein Rennen im klassischen Stil zuließ, wurde dieses Rennen am Samstag durch ein Rennen in der freien Technik über 3,8 Kilometer ersetzt. „Da musste man wie in einem Sprint von Anfang an Gas geben, aber sich die Kräfte auch einteilen, um am Ende Reserven zu haben“, beschreibt der Landestrainer des Westdeutschen Skiverband Stefan Kirchner die besonderen Anforderungen. Stölben bewältigte die Strecke in Eins-Einser-Technik. Diese gilt als besonders effektiv, aber auch koordinativ schwierig und stellt hohe konditionelle Anforderungen. Denn auf jeden Beinabstoß folgt ein Doppelstockschub.

Stölben teilte sich das Rennen aber gut ein und brach auch am extrem steilen, 800 Meter langen Anstieg vor der Schlussabfahrt nicht ein. Mit der Zeit von 7:41,6 Minuten siegte er mit 4,4 Sekunden Vorsprung vor Jan-Friedrich Dörks aus Zella-Mehlis (Thüringen). Sogar in der Gesamtwertung mit den Männern konnte sich der U-20-Junior Stölben damit an sechster Stelle einreihen.

Beim 13,8-Kilometer-Rennen am Sonntag, bei dem die Skiläufer in bestimmten Abständen (wie beim Einzelzeitfahren der Radfahrer) starteten, drehte Dörks zwar den Spieß um. Der Nationalkaderathlet rettete den Sieg allerdings nur um 0,8 Sekunden Vorsprung vor Stölben (29:40,4 Minuten).

Das Duo, das noch dem jüngeren U-20-Jahrgang 2001 angehört, wurde aufgrund der Ergebnisse im Deutschlandcup für den Continental-Cup in Italien eingeladen. Für Stölben eine neue Herausforderung. Am Samstag steht ein Rennen in der klassischen Technik im Massenstart über für ihn bisher ungewöhnlich lange 30 Kilometer auf dem Programm. Das Zehn-Kilometer-Skating-Rennen am Sonntag dürfte ihn besser liegen.

Skilangläufer Jan Stölben aus Manderscheid siegte beim Deutschlandcup-Rennen am Großen Arber bei den U-20-Junioren. Foto: Alexander Stölben

In der U-18-Konkurrenz des Deutschlandcups belegte der aus Daun stammende und seit eineinhalb Jahren ebenfalls in Winterberg trainierende und zur Schule gehende Scott Schmitz im 3,8-Kilometer-Rennen den 20. Platz (8:23,9 Minuten) und über 9,2 Kilometer den 25. Platz (21:49,7 Minuten) und sammelte damit in der nationalen Wertung Punkte.