Das Damenteam des TC Trier spielt erstmals in der Regionalliga

Tennis-Regionalliga : Trierer Tennis-Damen: Das große Abenteuer beginnt

Tennis: Trierer Damen vor ihrer Premiere in der Regionalliga. Auftakt gegen Ludwigshafen.

Das erklärte Ziel der TCT-Damen vor exakt einem Jahr: Einfach nur drinbleiben. Den Klassenerhalt irgendwie schaffen. Gar nicht so leicht, wenn schon mal die Hälfte der Oberliga-Teams absteigen muss. Das ist gründlich misslungen, auch wenn niemand bei den Trierern böse sein wird. „Für uns beginnt ein echtes Abenteuer“, sagt Markus Grundhöfer, Geschäftsführer beim Tennis-Club Trier 1888. Sportlich und logistisch. Schließlich wurden die Trierer Damen überraschend Oberliga-Meister – und sie dürfen trotz Niederlage in der Relegationsrunde in diesem Jahr in der Regionalliga ran, der dritthöchsten Liga. Baden-Baden hatte nach dem Sieg gegen Trier auf den Aufstieg verzichtet, die TCT-Damen übernahmen den frei gewordenen Platz, nach kurzer Überlegung.

„Es war der Wunsch des Teams, es einmal in der Regionalliga zu probieren. Wir spielen jetzt gegen Teams wie den SSC Karlsruhe, die alleine drei WTA-Spielerinnen im Kader haben“, sagt Grundhöfer, der das Abenteuer mit einer gewissen Pragmatik angeht. „Wir sind die absoluten Underdogs in der Liga.“ Das Gute an der höheren Liga: Schon jetzt sei gesichert, im nächsten Jahr wieder in der bewährten Oberliga antreten zu können. Der Klassenerhalt in der Liga mit acht Teams aus Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg mag unrealistisch sein.

Die Freude auf die neue Runde, die am Sonntag mit dem Heimspiel gegen BASF Ludwigshafen beginnt (11 Uhr), ist aber groß. Gespielt wird auf der TCT-Anlage neben dem Moselstadion, der Eintritt ist frei. Die komplette Runde geht dann an den folgenden drei Wochenenden jeweils an Doppelspieltagen (Samstag und Sonntag) über die Bühne.

Die Triererinnen, die in dieser Saison unter anderem auf Ramona Czakon, Nadine Pauli sowie Lena und Lara Dimmer verzichten müssen, präsentieren dann eine neue Nummer eins: Der einzige Neuzugang ist Profispielerin Maria Patrascu (Platz 1055 in der Weltrangliste). Die 22-jährige Rumänin ist in Bukarest geboren, sie lebt aber seit ihrem fünften Lebensjahr mit ihrer Familie in Kanada.

In der Liga spielen gleich mehrere Spielerinnen der WTA-Tour – oder auch ehemalige Profis: So zählte die für Sindelfingen spielende Österreicherin Sybille Bammer (39)  mal zu den Top 20 der Welt.  

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