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Das tollste Rennen überhaupt

Das tollste Rennen überhaupt

Mut wird belohnt: Trierer Rudererinnen werden Vierte bei U23-Weltmeisterschaft

PLOVDIV Die Trierer Rudererinnen Kathrin Morbe und Caroline Meyer haben "im tollsten Rennen, dass wir je gefahren sind", wie es Morbe nannte, den vierten Platz bei der U23-Weltmeisterschaft belegt. Der Leichtgewichts-Doppelzweier mit den beiden Sportlerinnen vom RV Treviris Trier riskierte im Finale am Sonntag im bulgarischen Plovdiv viel und erzielte das beste Ergebnis eines deutschen Boots in der einzigen olympischen Leichtgewichtsklasse der Frauen seit vier Jahren.
"Es hat viel Mut gekostet", sagt Caroline Meyer zur frühen Tempoforcierung schon nach einem Viertel der 2000-Meter-Renndistanz. Von den Halbfinalzeiten waren die Triererinnen die langsamsten im Finale. "Da haben wir uns gedacht, wir haben nichts zu verlieren und fahren schon nach 500 Metern wie beim Endspurt", erzählt Morbe. Das katapultiere das deutsche Boot zur Rennhälfte vom sechsten auf den vierten Platz. "Wir wollten den dritten Platz angreifen - und das hat ja auch prima geklappt", sagt Meyer.
Zeitweise lagen sie auf Bronzekurs. Am Ende fehlte zwar die Kraft, wirklich nach Edelmetall zu greifen, den vierten Platz konnten Meyer und Morbe trotz ihrer gewagten Taktik aber verteidigen. Die Spanierinnen kamen zwar bis auf fünf Hundertstelsekunden an das deutsche Boot (7:16,55 Minuten) heran, aber nicht vorbei. In einem packenden Duell sicherte sich die Rumäninnen Italien und Griechenland den Weltmeistertitel.
"Der Leichtgewichts-Doppelzweier ist die stärkste Bootsklasse. Deshalb stufe ich den vierten Platz höher ein, als die Bronzemedaille im Doppelvierer vor einem Jahr", sagt Morbe. Sie hatte vor einem Jahr im Großboot Edelmetall gewonnen, während Meyer im Leichtgewichts-Doppelzweier (zusammen mit Charlotte Meinen) Sechste geworden war.