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Der fast perfekte Tag des Shaban Almeida

Der fast perfekte Tag des Shaban Almeida

Fußball-Oberligist FSV Salmrohr kassiert Elfmetertor in der 90. Minute und schrammt beim TuS Mechtersheim am Dreier vorbei - Nachwuchsangreifer bestätigt mit Treffer seine gute Form.

Mechtersheim Er kam (in der 66. Minute für Anthony Ozoh aufs Spielfeld), sah zehn Minuten später einen von der Mechtersheimer Abwehr abprallenden Ball - und traf: Shaban Almeida, am 4. Dezember 19 Jahre jung werdende Angriffshoffnung des FSV Salmrohr, feierte am Samstagnachmittag beim 1:1 seine Torpremiere in der Oberliga. "Mein Instinkt sagte mir, dass ich hinterherrennen soll, als die Flanke in den Strafraum kam. Der Ball fällt mir vor die Füße - und dann treffe ich ihn auch noch ganz gut." So schilderte der in Jünkerath (Vulkaneifelkreis) lebende Sohn eines angolanischen Vaters und einer deutschen Mutter seinen Treffer.
"Shaban ist im Kommen. Das hat er zuletzt auch mit seinen drei Toren in der zweiten Mannschaft gegen die SG Gladbach (7:1, d. Red.) bewiesen", lobte FSV-Trainer Lars Schäfer. In seinem vierten Oberliga-Einsatz habe Almeida, der aktuell sein Abitur am Gerolsteiner St.-Matthias-Gymnasium macht, bewiesen, dass "er eine Option ist und von der Bank aus für Gefahr sorgen kann", so Schäfer weiter.
Nach dem schwachen 0:4 am Sonntag zuvor beim SV Gonsenheim und der zwar verbesserten, aber ebenso nicht ausreichenden Leistung beim 1:4 im Rheinlandpokal-Viertelfinale am Mittwoch bei Rot-Weiß Koblenz fehlte nicht viel - und die Salmrohrer wären von ihrer 200-Kilometer-Tour vor die Tore von Speyer mit einem Dreier zurückgekehrt.
Hatte der FSV in der ersten Hälfte mehrfach Glück und konnte er sich hier beim einige Male vorzüglich haltenden Torwart Philipp Basquit bedanken nicht in Rückstand geraten zu sein, schien bei den spielerisch klar besseren Gastgebern nach dem überraschenden Rückstand die Moral dahin zu sein.
Eine Pressschlagaktion im Salmrohrer Strafraum mit Rasheed Eichhorn und Marc Barisic als Beteiligten wertete Schiedsrichter Thorben Rech dann aber in der 90. Minute als elfmeterreif. "Eine 50:50-Situation, bei der wir uns allerdings cleverer anstellen und anders zum Ball gehen müssen", befand Trainer Schäfer. Auf Stürmerfoul zu entscheiden, wäre aber die bessere Option für einen Unparteiischen gewesen, der ein auf bescheidenem fußballerischen Niveau stehendes Match mit vielen fragwürdigen Pfiffen seinen zweifelhaften Stempel aufdrückte.
Eric Veth ließ sich nicht zweimal bitten und überwand Basquit aus elf Metern zum Ausgleich. In der Nachspielzeit wurde es hitzig. Und ähnlich wie vierzehn Tage zuvor im Duell mit Karbach (1:1) mischte Ex-Kapitän Daniel Braun wieder mit. Einen Schubser gegen den wegen Ballwegschlagens ebenfalls mit Gelb-Rot des Platzes verwiesenen Mechtersheimer Veth quittierte Rech mit einer weiteren Ampelkarte. Unterm Strich war es also nur ein fast perfekter Nachmittag für den Torschützen Almeida. Die Losung des vor knapp einem Jahr von der A-Jugend der JSG Schneifel Stadtkyll zum FSV gewechselten Angreifers ist so einfach wie einleuchtend: "Mit der ersten und auch mit der zweiten Mannschaft will ich in dieser Saison noch so viele Punkte wie möglich holen und so oft es geht treffen."
Trotz des späten Ausgleichstreffers und des aus der Hand gegebenen Sieges war Lars Schäfer zufrieden: "Das war eine klare Leistungssteigerung gegenüber den beiden letzten Spielen." Allerdings wächst der Druck auf das Tabellenschlusslicht immer mehr. Samstag, ab 14.30 Uhr, folgt nun das Heimspiel gegen die TSG Pfeddersheim. Wenn Salmrohr bis zur Winterpause seine Chancen auf den Klassenverbleib wahren will, wäre ein Sieg enorm wichtig. Jedenfalls hat der FSV jetzt eine weitere veritable Option fürs Toreschießen.
Den Liveticker der FSV-Partie in Mechtersheim zum Nachlesen, Video-Highlights und ein Interview mit Torschütze Almeida gibt es im Internet unter der Adresse <%LINK auto="true" href="http://www.fupa.net/volksfreund" text="www.fupa.net/volksfreund" class="more"%>