1. Sport
  2. Sportmix
  3. Regional

Der Geburtshelfer geht nicht so ganz

Der Geburtshelfer geht nicht so ganz

Das Landesturnfest 1993 in Trier bildete den Auftakt für regelmäßige Orientierungsläufe in Trier.

Trier Für Jürgen Pfannkuchen ist 2017 das letzte Jahr als Organisator der Trierer Orientierungsläufe. Der Sportart will er aber weiterhin erhalten bleiben. Der 72-Jährige möchte Orientierungswanderungen, auch für Firmen als Personalentwicklungsmaßnahme und zum Teambuilding, anbieten. Und er steht mit Rat und gegebenenfalls Tat denjenigen zur Seite, die den traditionellen Orientierungslauf in Trier am Leben erhalten. "Wir suchen Partner, die das irgendwie weiterführen wollen mit der Grundlage der Karten, die wir ja haben", sagt Pfannkuchen.
Orientierungslauf kam mit dem Landesturnfest 1993 nach Trier. Pfannkuchen war einer derjenigen, der damals den Wettkampf im Weißhauswald organisierte. Er blieb dabei und verschrieb sich der Sportart. "Außer der Karte Weißhauswald muss noch mehr passieren", habe er sich damals gedacht. Der ehemalige Zehnkämpfer hatte bereits einen Lehrgang besucht und beschäftigte sich weiter mit der Materie, vor allem mit der Erstellung der Karten. Das sei damals reine Handarbeit gewesen - und sei es trotz der Unterstützung durch leistungsstarke Computerprogramme auch heute noch.
Denn die Landschaft verändert sich. Die Orientierungslaufkarte Weißhauswald von 1993 könnte Pfannkuchen am 21. Oktober, wenn in Trier zum sechsten Mal die Landes-Meisterschaften stattfinden, nicht mehr verwenden. Die Gegend, in der der Wettkampf stattfinden soll, müsse mit Karte und Notizblock von Neuem wieder abgegangen werden, um Veränderungen aufzunehmen, erklärt Pfannkuchen. Dann beginnt die Arbeit am Computer. Die Details müssen eingetragen werden.
In mehr als 20 Jahren haben Pfannkuchen und sein Team vom Trimmelter SV eine solide Kartengrundlage für Orientierungsläufe vor allem rund um die Universität erstellt. Auf deren Grundlage organisiert der TSV zweimal jährlich seine Veranstaltungen.
Das ausgesuchte Gelände wechselt dabei ständig. So wird auch die Belastung für Flora und Fauna, die bei meist zweistelligen Teilnehmerzahlen in der Regel sowieso überschaubar ist, verringert. Natürlich stehe er in Kontakt zu Förstern und Jagdpächtern, berichtet Pfannkuchen. Nur einmal in fast einem Vierteljahrhundert habe es ein Problem gegeben.