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Sport
„Der Spaß steht im Vordergrund“

Christoph Lutz, Lacrosse-Trainer
Christoph Lutz, Lacrosse-Trainer FOTO: privat / Christoph Lutz
Trier. TV-Interview: Legionäre-Spielertrainer Lutz erklärt, warum er Lacrosse liebt. Christian Thome

Er kümmert sich nicht nur auf dem Feld als Spielertrainer um die Legionäre, auch abseits des Platzes hält er als Hochschulsportgruppenleiter die Fäden in der Hand. Wenn es in Trier also einen Fachmann in Sachen Lacrosse gibt, dann ist das Christoph Lutz. Er verrät im TV-Interview, was er an seinem Sport besonders spannend findet und was jemand mitbringen muss, der bei ihm das Lacrossespielen lernen will.

Was macht für Sie den besonderen Reiz der Sportart Lacrosse aus?

LUTZ: Zum einen die Dynamik und die Geschwindigkeit,  dann die Nähe zum Gegner und die natürliche, körperliche Härte: Man darf den Gegenspieler immer nur am Oberkörper checken oder schieben. Und da ist dann noch der Schläger, der vielseitige Möglichkeiten beim Passen und Schießen und Platz für Kreativität bietet. Weil man als Angreifer nicht gehalten werden darf, kann man sich recht frei über den Platz bewegen, und trotzdem hat die Abwehr gute Mittel, um das Tor zu verteidigen.

Woran liegt es Ihrer Meinung nach, dass Lacrosse in Ländern wie Kanada eine der bekanntesten Sportarten, hier in Deutschland jedoch noch weitestgehend unbekannt ist?

LUTZ: Einmal ist der Sport in der Geschichte Nordamerikas verankert und wird dort schon seit vielen Hundert Jahren gespielt. In Deutschland wurde der erste Verein 1992 eingeführt. Zum Zweiten ist die Infrastruktur mit Schul- und Universitätsmannschaften ganz anders als in Deutschland, in dem Verbände und Ligen normalerweise über Vereine organisiert werden. Durch die Förderung von diesen Schul- und Universitätsmannschaften haben die Lacrosse-Programme in Nordamerika ganz andere finanzielle Möglichkeiten.

Was muss jemand mitbringen, der bei euch mit Lacrosse anfangen will?

LUTZ: Das Wichtigste ist Spaß an der Bewegung und am Sport. Und ansonsten eigentlich nur Sportklamotten. Wir sind momentan noch ein Uni-Programm, und da steht der Spaß im Vordergrund. Wenn jemand dann den Lacrossesport auf Leistung betreiben will, dann bieten wir ihm alle Möglichkeiten, aber unser Hauptziel ist es, so vielen Leute wie möglich den Lacrossesport näherzubringen.

Was wünschen Sie sich für die Entwicklung der Sportart in Deutschland?

LUTZ: Mehr Spieler und einen höheren Bekanntheitsgrad natürlich. Und dass Lacrosse irgendwann mal wieder olympisch wird.

Interview: Christian Thome