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Desaster für desolate Trier Dolphins

Rollstuhlbasketball : Desaster für desolate Dolphins

Rollstuhlbasketball: Ausgerechnet im so wichtigen Spiel in Rahden leisteten sich die Dolphins Trier ihre bislang schwächste Saisonleistung und verloren mit 44:86. Dadurch ist die Teilnahme am Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft in weite Ferne gerückt.

Es war eine Rück­reise, die nicht enden wollte. Immer und immer wieder kreisten die Gedanken der so gedemütigten Doneck Dolphins Trier während der rund fünfstündigen Fahrt um den schmachvollen Auftritt in Westfalen.   Erst gegen 1.30 Uhr am frühen Sonntagmorgen erreichte der Trierer Tross wieder heimatliche Gefilde. Im Gepäck hatte der Rollstuhl-Basketball-Bundesligist eine herbe 44:86 (18:40)-Niederlage bei den Baskets 96 Rahden.

Während der auf halber Strecke zwischen Bielefeld und Bremen ansässige Aufsteiger damit dem Viertelfinale entgegensteuert, richten sich die Moselaner auf die Abstiegsrunde ein. Auch Spielertrainer Dirk Passiwan weiß, dass jetzt vieles zusammenkommen muss, um noch Sechster zu werden: „Hamburg als unser Hauptkonkurrent muss da schon alles verlieren, und wir müssten in zwei Wochen gegen München daheim gewinnen.“

Bei einem solch ambitionierten und gut besetzten Team wie Rahden („Kein klassischer Aufsteiger“, so Passiwan) könne man verlieren – aber eben nicht so. Die schwächste Saisonleistung habe sich schon früh abgezeichnet: „Wir lagen schnell mit 2:13 hinten, und haben dabei zwei, drei einfache Angriffe ungenutzt gelassen. Defensiv hat es auch nicht gestimmt. Erneut kam gerade von den erfahrenen Spielern zu wenig.“ Gleichwohl betonte Passiwan: „Rahden hat aber auch richtig stark gespielt.“

Correy Rossi sei schon früh Foul belastet gewesen. Auch Ryan Wright habe nicht ins Spiel gefunden. Zudem sei es der Mannschaft nicht gelungen, die noch gut in die Partie gestartete Diana Dadzite in Szene zu setzen. Zu allem Überfluss hatte der noch durch eine Schulterverletzung gehandicapte Passiwan auch nicht seinen besten Tag erwischt und kam diesmal auf vergleichsweise bescheidene 22 Korbpunkte für ein Trierer Team, das auf Lukas Jung (Blasenentzündung) hatte verzichten müssen. Für die neue Woche kündigt Passiwan verschärfte Bedingungen an: „Wir müssen jetzt noch mal richtig Gas geben und ziehen im Training an. Anders geht es nicht.“

Die Chancen, in der kommenden Begegnung beim Nonplusultra-Team Thuringia Bulls (Samstag, 18 Uhr, Elxleben) zu punkten, tendieren gegen Null. Passiwan hofft aber, die Niederlage einigermaßen im Rahmen halten zu können, um so auch für das abschließende Heimspiel in der Bundesliga-Normalrunde im Rhythmus zu bleiben.

Wenn es am Samstag, 22. Februar, 18 Uhr, in der Uni-Halle gegen den Tabellenachten München Iguanas geht, wollen die Trierer einerseits die Minimalchance auf die Playoffs wahren. Andererseits stehen auch wertvolle Punkte für die Playdowns auf dem Spiel. Wenn die letzten vier des Bundesliga-Klassements in einer separaten Runde zwei Absteiger ausspielen, nehmen sie nämlich die in den direkten Duellen erzielten Punkte mit.

Spielverlauf nach Vierteln: 21:8, 19:10, 27:12, 19:14

Punkte für Trier: Passiwan 22, Dadzite 6, Wright 6, Ebertz 4, Rossi 4, Reitenbach 2, Finger, Dorner

Beste Werfer Rahden: Korkmaz 37, Bandura 21, Kramer 14.