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Deutscher Vizemeister dank richtigem Bauchgefühl

Deutscher Vizemeister dank richtigem Bauchgefühl

Mit seinem Bauchgefühl lag Kevin Ugo bei den deutschen Jugendmeisterschaften zwar nicht gold-, aber silberrichtig. Der 19-Jährige vom Post-SV Trier (PST) wurde über 200 Meter deutscher Jugendvizemeister.

Bochum-Wattenscheid. Alles richtig gemacht! Nach schlaflosen Nächten und tagelangem Hin und Her haben Kevin Ugo und Trainer Volkhart Rosch auf die richtige Strecke gesetzt. "Ich habe einfach auf mein Bauchgefühl gehört", sagt Kevin Ugo zur Entscheidung für einen Start über 200 Meter und damit gegen seine Spezialstrecke 400 Meter bei der Jugend-DM. Das brachte Ugo und Rosch zwar verwunderte Blicke und Rosch zunächst Kritik von Trainerkollegen. "Die Seele des Athleten muss mitlaufen", begründete Rosch, weshalb er die Wahl des 400-Meter-Bundeskaderathleten befürwortete.
´Mit einem Lächeln ins Rennen


Der Erfolg gab dem Duo recht: In 21,23 Sekunden musste sich Ugo nur dem deutschen Jahresbesten Till Helbig (21,16) geschlagengeben. "Ich hatte einen perfekten Start und eine perfekte Kurve", sagte Ugo. Bis kurz vor dem Ziel lag er sogar noch gleichauf mit Helbig. Dass der Wilhelmshavener am Ende knapp vorne lag, kann der Moselaner nach der verpassten U20-Weltmeisterschaft verkraften. Sein Erfolgsrezept: "Ich habe mir keinen Druck gemacht und bin mit einem Lächeln ins Rennen gegangen." Ugos Zeit wäre Rheinlandrekord, hätte der Wind den Läufern im Endlauf mit vier Metern pro Sekunde nicht zu stark in den Rücken geweht.
Erfolgreich wie lange nicht


Die 73. nationalen Nachwuchstitelkämpfe verliefen erfolgreich wie seit Jahren nicht mehr für den Leichtathletikbezirk Trier. Bei seinem DM-Debüt belegte Tarek Bakali von der LG Bernkastel-Wittlich (BW) über 400 Meter Hürden der unter 18-Jährigen (U18) den fünften Platz. "Bei dem Lauf hat wieder alles gepasst. Super Rhythmus, alles perfekt", freute sich der Schützling von Trainer Wolfgang Baum über zwei ideale Rennen. Im Finale verbesserte er seine im Vorlauf bereits um mehr als eine Sekunde auf 56,19 Sekunden gesteigerte Bestzeit noch einmal um eine Hundertstel. Der 17-Jährige aus Lösnich an der Mosel war mit der vierzehntbesten Zeit zur DM gefahren und schrammte nur gut eine halbe Sekunde an einer Medaille vorbei.
Auf Bahn acht, ohne Sichtkontakt zur Konkurrenz, musste Aline Petry ihr erstes DM-Finale bestreiten. In 1:02,61 Minuten lief Bakalis 19 Jahre alte Vereinskameradin als Sechstplatzierte Bestzeit. Und schon im Vorlauf hatte Petry in 1:03,05 Sekunden einen persönlichen Rekord aufgestellt.