Die Chancen stehen für Trier rein statistisch sehr gut

Basketball : Chancen für Trierer Gladiators stehen rein statistisch sehr gut

Basketball-Zweitligist Trier gastiert in Kirchheim. Bislang haben die Württemberger den Gladiators oft gelegen. 

Regelmäßig treffen die Kirchheim Knights und die Römerstrom Gladiators Trier seit 2015 in der zweiten Basketball-Bundesliga aufeinander – und fast immer (!) waren die Moselaner in den bisherigen Duellen das siegreiche Team. „Wir haben gegen Trier immer schlecht ausgesehen. Das ist eine dunkle Serie, die jetzt ein Ende finden soll“, zeigt sich Christoph Schmidt, Geschäftsführer der Württemberger, vor dem heutigen Aufeinandertreffen (Spielbeginn: 19 Uhr, Sporthalle Stadtmitte) kämpferisch.

Von einer vermeintlich leichten Aufgabe bei einem – zumindest statistisch gesehen – Lieblingsgegner möchte Gladiators-Trainer Christian Held nichts wissen. Vielmehr lobt er die in der Abschlusstabelle der vergangenen Saison auf Platz zwölf notierten Kirchheimer in höchsten Tönen: „Offensiv haben sie mehr Waffen als in der Vorsaison, und in der Verteidigung gehen sie neue Wege. In Schwenningen haben sie zum Auftakt zu 80 Prozent in der Zone und nur zu 20 Prozent Mann-gegen-Mann verteidigt.“ Es sei schwer, gegen eine solche Mannschaft in den Rhythmus zu kommen, weiß Held. Das um zwei neue Spielmacher, den Deutsch-Kanadier Nico Brauner und den US-Amerikaner Jalan Mc Cloud, veränderte Team verlor aber genauso wie die Trierer zum Start in die neue Runde (mit 76:82) und ist „ähnlich wie wir noch in der Findungsphase“, glaubt Held.

Die Trierer Aufholjagd am vergangenen Samstag in der Arena gegen Karlsruhe war beeindruckend. Am Ende schrammte man beim 76:78 nur haarscharf an der Verlängerung vorbei – der finale Korbleger der Gäste kam, wie sich später herausstellte, erst nach der Schlusssirene. Nachkarten ist aber nicht das Ding von Coach Held. Allzu gut weiß er, dass „wir mehr Energie aufbringen können“ und es gerade offensiv noch jede Menge Steigerungspotenzial gebe: „Offene Würfe, Korbleger, Dreier: Da muss einiges besser werden.“ Aber Held hat auch einiges Positives registriert: Trotz des phasenweise beträchtlichen Rückstands gegen Karlsruhe „sind wir als Team zusammengeblieben und auch bei den Rebounds waren wir im Bilde“. Neuzugang Jordan Geist bestach mit 23 Punkten, Till Gloger war 15 Mal erfolgreich. Routinier Jermaine Bucknor (11) blieb aber hinter den Erwartungen zurück.

Die Mannschaft habe während der Woche im Training „sehr gut gearbeitet“, so Held, der seine Schützlinge am heutigen Samstagmorgen zu einer Abschlusseinheit versammelt, ehe sich der Trierer Tross dann gegen 13.30 Uhr auf die rund 330 Kilometer lange Dienstreise macht.

Hinter zwei Akteuren stehen auf Trierer Seite noch Fragezeichen: Kilian Dietz plagt sich weiter mit einer Schulterverletzung herum und wird aller Voraussicht nach ausfallen. Just vor der Rückkehr in seine unweit von Stuttgart gelegene Heimatstadt bangt auch der am Außenband lädierte Stefan Ilzhöfer um seinen Einsatz. Christian Held zeigt sich aber im Falle des Forwards optimistisch, auf ihn setzen zu können. Helds Pendant auf Kirchheimer Seite, der Spanier Mauro Parra, will bereits das erste Heimspiel der Saison dazu nutzen, „um unsere Halle zur Festung“ zu machen. Auch die  Negativserie gegen die Gladiators soll aus Sicht von Parra ein Ende haben.

Doch die Trierer treten am Fuße der Burg Teck an, um den Kirchheim Knights das abendliche (Ritter-) Mahl erneut zu vermiesen.

Die Partie der Römerstrom Gladiators Trier ab 19 Uhr bei den Kirchheim Knights ist als Livestream im Internet abrufbar: www.airtango.live

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