| 20:40 Uhr

Sport
Die Hoffnung auf einen Schub

Schläger, Ball und eine Platte (mit Netz in der Mitte): Das sind die Zutaten beim Tischtennis. TV-Foto: Sebastian Schwarz
Schläger, Ball und eine Platte (mit Netz in der Mitte): Das sind die Zutaten beim Tischtennis. TV-Foto: Sebastian Schwarz FOTO: (g_sport
Daun/Trier. Blick in die Tischtennisregionen Trier-Wittlich und Eifel: Jugendarbeit im Visier.

Knapp 2200 Spieler sind in den Vereinen im westlichen Gebiet des Tischtennisverbands Rheinland organisiert. An dessen Spitze steht seit einigen Monaten der in Trier-Feyen lebende Felix Heinemann. Dessen Ehefrau Sylvia wiederum ist seit kurzem die Vorsitzende der Tischtennisregion Trier-Wittlich. Parallel spielt die 37-Jährige in der Rheinlandliga für die zweite Damenmannschaft der im Sommer gegründeten TTG Gelb-Rot Trier/Zewen und ist darüber hinaus bei Gelb-Rot als Jugendwartin engagiert.

Drei Jahre lang war sie bis Ende September in der Tischtennisregion bereits als Mitglied des Jugendausschusses aktiv - und hat auch in ihrem neuen Amt die Nachwuchsförderung ganz fest im Blick: "Ohne die Jugend sterben die Vereine in nicht allzu ferner Zukunft aus."

Eine Schubwirkung erhofft sie sich vom Bundesfinale der Minimeisterschaften, das vom 8. bis 10. Juni 2018 in der Arena Trier über die Bühne geht: "Das Turnier ist eine sehr gute Werbung für unseren Sport - und wer weiß, vielleicht sehen wir dort den nächsten Timo Boll." Ihre Hoffnung, ist, dass "möglichst viele Vereine einen Mini-Ortsentscheid durchführen und das Bundesfinale als Werbung für sich nutzen".

In der aktuellen Spielzeit gibt es rund um Trier und Wittlich 60 Vereine mit 1350 Aktiven und 175 Mannschaften. 40 Teams davon sind aus dem Jugendbereich und zählen 350 Aktive. Um die Clubs vor Ort zusätzlich zu motivieren und den rückläufigen Trend gerade im Damenspielbetrieb zu stoppen, wurde ein Vereinsförderpreis ins Leben gerufen. Zuletzt rangierte hier der TuS Mosella Schweich auf Platz eins, gefolgt von den Tischtennisfreunden (TTF) Konz und dem TTC Gelb-Rot Trier.

Einen anderen Weg, um den Nachwuchs für diesen Sport zu begeistern, sieht Fynn Schmitz, der für die Öffentlichkeitsarbeit in der Tischtennis-Region Eifel (Vorsitzender: Stefan Wenz aus Mückeln) zuständig ist, in der Intensivierung des Kadertrainings: "Die Jugendlichen haben damit einmal wöchentlich die Chance, mit Leuten aus anderen Vereinen zu trainieren. Dadurch kann der größte Fortschritt erzielt werden." Um das zu schaffen, ist nach Ansicht des Dauners jedoch "eine engere Zusammenarbeit aller Vereine gefordert".

Im Eifel- und dem Vulkaneifelkreis ist man mit der Entwicklung bei allen Nachwuchssorgen doch noch zufrieden: 822 Spieler sind offiziell erfasst - 501 Herren, 57 Damen und 264, welche in den Juniorenmannschaften an den Start gehen. "Das Kadertraining, welches über viele Jahre hinweg von Dirk Petzold geleitet wurde, hat einen maßgeblichen Anteil an den guten Ergebnissen unserer Jugendlichen auch auf Rheinlandebene. Aber auch viele andere Eifeler Vereine wollen die Jugendarbeit voranbringen", berichtet Schmitz, der selbst für die TTG Gerolstein-Daun an den Start geht - einmal in der ersten Jugendmannschaft (2. Rheinlandliga) und auch noch in der dritten Herrenmannschaft (2. Bezirksliga).

Der Tischtennisverband Rheinland ist neben den beiden Regionen Trier-Wittlich und Eifel noch in sechs weitere Regionen aufgeteilt. Ausführliche Informationen zum Verband gibt es unter www.ttvr.de