Die Liebe zum Hindernis

Ein Kunstwerk, das von Sportlern unter die Rollen und Räder genommen werden kann - und das ist sogar ausdrücklich erwünscht? Das findet man eher selten. Auf eine neue Attraktion in der Skatehalle Trier trifft das zu: Der Architektur-Student Tobias Kleinschmidt hatte im Rahmen des Gedankenskulptur-Festivals im Exhaus ein befahrbares Skateboard-Obstacle (englisch für Hindernis) entworfen und gebaut.

Inzwischen wurde es wie geplant vom Exhaus an die Skatehalle übergeben. "Die Halle ist der ideale Standort dafür", sagt Martin Schümmelfeder vom Exhaus-Kulturbüro. Initiiert wurde das Festival, das Kunst, Musik, Wissenschaft und Streetart verknüpfte, von der studentischen Gruppe "We convert our minds to creativity" mit Unterstützung des Exhauses. Alex Schmitz (Zupport-Store), gemeinsam mit Axel Reichertz ehrenamtlicher Betreiber der Skatehalle, freut sich über die weitere Aufwertung der Halle. "Das Obstacle ist nicht sehr hoch und daher auch für Anfänger geeignet. Es kann aber höchst anspruchsvoll gefahren werden - wir sind sehr zufrieden damit", sagt Schmitz. Schon Dutzende Skater haben die Konstruktion getestet. Schmitz: "Wir haben an manchen Tagen 100 Leute gleichzeitig in der Halle."
Die Zukunft der Halle ist weiterhin ungeklärt. Zumindest bis zum Jahresende ist der Standort in einem alten Supermarkt in der Aachener Straße gesichert. AF