Die Nashörner auf dem Weg nach oben

Die Nashörner auf dem Weg nach oben

Sieben Siege in Folge: Am vergangenen Wochenende hat American-Football-Oberligist PST Stampers Trier vorzeitig die Meisterschaft perfekt gemacht. Am Sonntag feiert das Team von Trainer Kristóf Kozák nach dem letzten Heimspiel gegen Hanau den Aufstieg in die Regionalliga.

Trier. Wann die Stampers zum letzten Mal in die Regionalliga aufgestiegen sind, in die dritthöchste American-Football-Liga des Landes? Hm, da muss auch Trainer Kristóf Kozák passen: "Seit ich in Deutschland bin jedenfalls nicht", sagt der 24-jährige Budapester, der 2007 mit seiner Familie nach Deutschland kam. Ein Jahr zuvor hatte es den Ungarn, der fast ohne Akzent Deutsch spricht, zum ersten Mal zum American Football gezogen. Der letzte Regionalliga-Aufstieg der "Nashörner" liegt länger zurück, das war 1998, sagt das Archiv.32:0-Sieg sichert Titel


Dass in diesem Jahr schon vor dem letzten Saisonspiel am Sonntag gegen den Abstiegskandidaten Hanau Hornets der Aufstieg gefeiert werden könnte (15 Uhr, Bezirkssportanlage Heiligkreuz), war zu Saisonbeginn nicht abzusehen. Die Stampers starteten mit zwei Niederlagen in die Saison. Unter Kozák als Cheftrainer folgten sieben Siege in Folge. Das 32:0 am vergangenen Wochenende in Neuwied machte dann die Meisterschaft perfekt. "Wir wollen das letzte Saisonspiel natürlich auch gewinnen", kündigt Kozák vor der Partie gegen Hanau an. Nicht nur wegen der Siegesserie - im Fernduell entscheidet sich zwischen Hanau und Bürstadt noch der Abstieg.
Kozák wünscht sich für die Zukunft eine Kooperation mit der Uni Trier. Dazu braucht der VWL-Student aber eine Trainerausbildung. Die ist geplant, Kozák muss sich aber Zeit dafür freischaufeln. "Ich muss dazu an sechs oder sieben Wochenenden nach Baden-Württemberg. In Rheinland-Pfalz kann man die Trainerausbildung nicht machen."
Nach längerer Verletzungspause steht der 24-Jährige selbst wieder auf dem Feld. Der Job des Fullbacks: "Ich räume den Weg frei für den Ballträger." Ein paar Schrammen oder blaue Flecken kommen da vor. "Aber schwere Verletzungen kommen bei uns nicht häufiger vor als im Fußball. Wir tragen unsere Ausrüstung ja nicht aus Versehen."
35 bis 45 Spieler stehen den Stampers am Spieltag zur Verfügung. Im Saisonkader sind zehn Amerikaner erlaubt, sechs dürfen pro Spiel eingesetzt werden und maximal zwei gleichzeitig auf dem Platz stehen - sie kommen von der Airbase Spangdahlem. "Es ist schön, dass wir sie haben. Aber so entscheidend ist das nicht. Es ist niemand unersetzlich", sagt Kozák.Extra

Spielertrainer Kristóf Kozák feiert am Sonntag mit den PST Stampers die Meisterschaft und den Regionalliga-Aufstieg. TV-Foto: Andreas Feichtner.

Die PST Trier Stampers gewannen ihr letztes Auswärtsspiel bei den Rockland Raiders aus Neuwied mit 32:0 - damit stehen sie als Meister der Oberliga Mitte fest. Bereits in der vorangegangenen Saison konnten die Trierer den Titel in der Landesliga feiern. Die Offensive der Stampers brauchte kurze Zeit, um ins Spiel zu finden. Doch bereits im zweiten Drive konnten die ersten Punkte auf die Anzeigetafel gebracht werden. Der Angriff der Nashörner hatte schnell Betriebstemperatur. In kürzester Zeit konnte die Führung weiter ausgebaut werden. Zur Halbzeit stand es bereits 26:0. Während die Offensive durch die vielen Punkte auffiel, hielt die Trierer Verteidigung dem gegnerischen Angriff jedes Mal stand. Am Sontag treten die Trierer um 15 Uhr in Heiligkreuz zum Saisonabschluss gegen die Ha nau Hornets an. red Weitere Infos: trier-football.de